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Flüchtlinge: Sehnde braucht mehr Kindergartenplätze

Sehnde Flüchtlinge: Sehnde braucht mehr Kindergartenplätze

Der steigende Bedarf an Kindergartenplätzen durch die Flüchtlinge beschäftigt die Sehnder Politik. Eine Informationsvorlage der Stadt zeigt jetzt: Sehnde ist bei Kindergartenplätzen nicht gut aufgestellt.

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Spielen, Singen, Malen: Für Krippenkinder gibt es viele Angebote.

Quelle: Symbolfoto dpa: Waltraud Grubitzsch

Sehnde. Momentan gibt es noch keinen Engpass bei Kindergartenplätzen. Auch mit Krippenplätzen sind die Sehnder eigentlich gut versorgt. Die Flüchtlinge bringen nun die Kindergartenbedarfsplanung der Stadt durcheinander. Steigende Kinderzahlen durch zuziehende geflüchtete Familien, neue Baugebiete und Zuzüge könnten aktuell nur „in geringem Maße“ bedient werden, heißt es in einer Informationsvorlage.

Aktuell bietet die Stadt 712 Kindergartenplätze und 255 Plätze in Krippen an. 16 Plätze in den Kindergärten sind aktuell von Flüchtlingen belegt. Anfragen für Krippenplätze gebe es von Asylbewerbern bereits, sagt die städtische Fachdienstleiterin Katharina Fischer. Durch Wegzüge wurden im Februar lediglich sechs Plätze frei. „Wir brauchen mehr Plätze, um flexibel reagieren zu können“, sagt Fischer.

Derzeit sei unklar, ob der Anspruch der Flüchtlingskinder auf einen Kindergartenplatz weiter gewährleistet werden könne. Fischer weist aber auch darauf hin, dass Sehnde weiter wachsen will. „Wir müssen auch die Kapazitäten schaffen, um auf neue Baugebiete reagieren zu können.“
Die Fachdienstleiterin will bis August eine neue Kindergartenbedarfsplanung vorlegen und darin Vorschläge für mehr Plätze machen. Möglicherweise seien Erweiterungen, Umbauten oder gar Neubauten von Betreuungseinrichtungen nötig, sagt Fischer.

Auf die Bedürfnisse der Asylbewerber will die Stadt aber schon bald eingehen. Es werde geprüft, in wie weit Betreuungsangebote unterhalb des Rechtsanspruchs angeboten werden können, heißt es weiter in der Vorlage. Konkret gehe es dabei etwa um Angebote in den Flüchtlingsunterkünften selbst, so Fischer: „Möglich sind da Spielkreise oder ähnliches.“

Das Thema wird der Sehnder Rat am Donnerstag, 3. März, um 18 Uhr im Rathaus diskutieren.

Von Patricia Oswald-Kipper

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