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Buchs säumt den Weg ins Gartenglück

Sehnde Buchs säumt den Weg ins Gartenglück

Hinter schlichten Häuserfassaden und hohen Hecken verbirgt sich so manches grüne Paradies. Wir stellen die kleinen Oasen in loser Folge vor. Heute: Der Garten von Brigitte und Manfred Schaper an der Straße des Großen Freien in Sehnde.

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Brigitte Schaper verweilt gern in ihrer Pausenecke.

Quelle: sandra köhler

Sehnde. Der Garten von Brigitte Schaper hat eine echte Verwandlung hinter sich: Vom Arbeitsgarten ist er zu einem barock anmutenden Minipark geworden. Exakt geschnittene Buchsbaumhecken und -Kugeln flankieren den Weg von der Terrasse zu den idyllischen Sitzecken mit Strandkorb und bepflanztem Fahrrad, in denen sich Mußestunden nur allzu trefflich genießen lassen.

„Wir haben immer von einem eigenen Park geträumt, jetzt haben wir ihn“, sagt Brigitte Schaper: „Früher haben wir im Sommer komplett aus dem Garten gelebt, im Winter aus dem Keller.“ Aber als die Kinder groß waren und aus dem Haus gingen, habe man nicht mehr so viel Gemüse und Obst gebraucht. Also machten die Schapers sich Stück für Stück an die Umgestaltung ihres Gartens.

Jeder der Buchsbäume, die Manfred Schaper mit beeindruckender Akribie zu geometrischen Formen geschnitten hat, ist selbst gezogen. Seinem Pfau muss nun nur noch ein Schnabel wachsen. „Ich habe das mal gesehen und gedacht: Das kannst du auch“, sagt der 62-Jährige. Das finden auch seine Bekannten. „Viele fragen, wann ich mal zu ihnen zum Schneiden komme“, sagt der passionierter Kaninchenzüchter: „Aber wenn ich erst mal damit anfange, komme ich ja zu nichts anderem mehr.“

Besonders stolz ist er auf die am Haus rankende Clematis und zahlreiche Rhododendren, die im Frühjahr mit Blüten nur so übersät sind: „Das ist einfach traumhaft.“ Wann immer er hört, dass jemand einen Rhododendron loswerden will, hält Manfred Schaper nichts mehr: „Dann muss ich einfach losfahren und ihn retten.“

Sogar zum Urlaubsmitbringsel taugen die Heidekrautgewächse: „Als wir in Westerstede Urlaub gemacht haben, wollten unsere Tochter und ich unbedingt jeweils eine Carnes (Prachtspiere) mitnehmen. Die haben wir dann im Campingwagen transportiert“, erinnert sich Brigitte Schaper schmunzelnd: „Und damit die nicht umfallen, haben wir den freie Raum dann mit Rhododendren ausgefüllt.“ Bei so viel Liebe zur Flora ist es denn auch kein Wunder, dass das Ehepaar bei einem kräftigen Regenschauer auch schon mal den Schirm zückt, um die Blütenpracht vor ihrem Vogelhaus vor der Zerstörung zu bewahren.

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