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Der Kampf um die Ampel trägt endlich Früchte

Bolzum Der Kampf um die Ampel trägt endlich Früchte

Seit 40 Jahren kämpfen die Bolzumer für eine Bedarfsampel an der Marktstraße - jetzt könnte sie Wirklichkeit werden. Auf Antrag des Ortsrats sind dafür im Haushaltsentwurf 2016 25.000 Euro veranschlagt. Entscheiden muss der Rat.

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Der Ortsrat könnte sich eine Bedarfsampel an der Marktstraße in Höhe der Kreuzung Wolfeshorn vorstellen (Bild), die Initiative Bedarfsampel favorisiert sie an der Bushaltestelle in Höhe der Straße Am Mühlenberg.

Quelle: Kühn

Sehnde. Die ersten Forderungen nach einem ampelgesteuerten Überweg an der Ortsdurchfahrt gibt es seit den Siebzigerjahren. Bolzumer Bürger hatten damals kurzerhand einen Zebrastreifen auf die Marktstraße gemalt, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Generationen von Ortsräten haben den Wunsch immer wieder an den Rat weitergegeben. Passiert sei aber nichts, sagt Traute Hensen von der Initiative Bedarfsampel.

Auch ihr Mann Jürgen Hensen, immerhin zwölf Jahre lang Ortsbürgermeister, habe daran nichts ändern können - ebenso wenig wie sie als Ratsmitglied Ende der Neunzigerjahre. Die Region Hannover als Baulastträger der Kreisstraße 167 habe die Forderung immer wieder mit dem Hinweis abgelehnt, dass Verkehrszählungen keine Notwendigkeit ergeben hätten. Dabei führen auch viele Lühnder durch Bolzum zum Einkaufen nach Sehnde.

Hensen hatte deshalb jüngst auf dem Martinimarkt, aber auch in Geschäften, der Sporthalle und dem Kindergarten insgesamt 303 Unterschriften gesammelt und an Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke übergeben. „Besonders Grundschulkinder und Senioren mit Rollatoren sind gefährdet“, sagt die 67-Jährige. Die Marktstraße müssten sowohl Grundschulkinder als auch Nutzer der Sporthalle und die Feuerwehr überqueren.

Lehrke sieht wegen der Verkehrszählungen keine Chance, dass die Region an ihrer Straße eine Ampel baut, auch wenn die Marktstraße teilweise unübersichtlich und zugeparkt sei. Da müsse die Stadt selbst einspringen. Der Rat hatte deshalb einen Grundsatzbeschluss gefasst, Ortschaften bei Bedarf mit Bedarfsampeln zu bestücken - aufgrund des Ortsratsantrages hat Bolzum nun den Zuschlag bekommen.

Auch Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann kann sich noch an die Zebrastreifen-Malaktion erinnern, als sie ein Kind war. Und bereits vor 16 Jahren seien Unterschriften gesammelt worden. Die jetzige Liste unterstreiche das Bedürfnis der Bevölkerung nach einer Verkehrsberuhigung: „Dort wird oft gerast.“ Unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Ortsrat und der Initiative gibt es nur über den Standpunkt einer möglichen Bedarfsampel. Die Politiker favorisieren sie an der Kreuzung zur Straße Wolfeshorn, wo auch der Dorfladen liegt - die Initiative an der Straße Am Mühlenberg, wo die Bushaltestelle ist und der Zugang zur Grundschule, Sportanlage und Feuerwehr. „Vielleicht können wir uns ja in der Mitte treffen“, sagt Hensen.

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