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Der Kirchturm als Zeitzeuge

Ilten Der Kirchturm als Zeitzeuge

In der Organisation eines Festballs steckt sehr, sehr viel Arbeit. Das hat man am Sonnabend in Ilten bei der 775-Jahr-Feier erahnen können. Auch ein Blick in die Geschichte des Ortes durfte dabei nicht fehlen.

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Farbtupfer beim Jubiläumsabend: Das Hannöversche Traditionscorps zeigt Kleidung aus dem 19. Jahrhundert.

Quelle: Michael Schütz

Ilten. „Wenn der Ball nur halb so aufregend wird wie seine Vorbereitung, wird es ein großes Fest“, sagte Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse zur Eröffnung des Fests in der Aula der Wilhelm-Raabe-Schule anlässlich des 775-jährigen Bestehens Iltens. In einem Kaufvertrag zwischen Herzog Otto von Braunschweig und Lüneburg und dem Bistum Hildesheim aus dem Jahr 1240 wird die Ortschaft das erste Mal urkundlich erwähnt. Dieses Stück Geschichte bildete am Sonnabend die Grundlage für die große Feier des heutigen Sehnder Ortsteils.

Es war klar, dass dabei ein Blick in die Geschichte nicht fehlen durfte. Allein schon die Anwesenheit der beiden noch bestehenden Linien des Adelsgeschlechts derer von Ilten bedingte das. Georg und Christine von Ilten sowie Eberhard und Vera von Ilten waren in die Glückauf-Straße gekommen. Die Familien wohnen in Langreder und Gestorf. „Wir haben 1842 das letzte Land in Ilten verkauft“, erklärte Georg von Ilten.

Für den offiziellen Blick in die Historie war Johann Christophers zuständig. Der Pastor der Barockkirche sah sich als gebürtiger Ostfriese als guter Repräsentant des weltoffenen Ilten, das immer wieder Fremde willkommen geheißen habe, wie der Geistliche sagte. Er ließ in seinem Vortrag vorwiegend den Turm seiner Kirche die Geschichte Iltens erzählen. Dieser charmante Kunstgriff sorgte dafür, dass quasi ein Zeitzeuge berichtete. Denn die Kirche ist das älteste Gebäude im Dorf.

Für die Gestaltung der Feier waren im Übrigen (fast) ausschließlich Iltener engagiert worden. Allen voran die Pop-Sängerin Laura Diederich, die sich inzwischen überregional einen Namen gemacht hat. Sie fand es sogar etwas seltsam, in ihrer alten Grundschule aufzutreten. „Für die Wandmalerei da hinten bin ich mit verantwortlich“, verriet die 20-Jährige schelmisch. Außerdem zeigte die Sportakrobatikgruppe des MTV beeindruckende Choreografien.

Ausgezeichnet wurden die zwölfjährige Vivian Müller für ihren Beitrag zu einem Plakatwettbewerb sowie Lisa Wegner, die die Jubiläumsscheibe vom Schützenverein gewann.

Michael Schütz

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