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Brandstifterprozess wird neu aufgerollt

Sehnde Brandstifterprozess wird neu aufgerollt

Der Prozess am Landgericht Hildesheim gegen den Brandstifter von Haimar wird komplett neu aufgerollt. Grund dafür ist eine Erkrankung der Vorsitzenden Richterin. Sie musste den Verhandlungstag am Dienstag absagen. Damit können gesetzliche Fristen nicht mehr gewahrt werden – und der Prozess beginnt am 27. April neu.

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Der Prozess gegen den Brandstifter von Haimar muss neu aufgerollt werden.Symbolbild

Quelle: privat

Haimar/Hildesheim. Die Strafprozessordnung besagt, dass zwischen einzelnen Verhandlungstagen eines Prozesses maximal drei Wochen Abstand liegen dürfen. Gegen den mutmaßlichen Brandstifter von Haimar, der in der Nacht zum 1. November 2015 an einem Mehrfamilienhaus mithilfe eines selbstgebastelten Molotowcocktails Feuer gelegt haben soll, war am 9. und am 23. März verhandelt worden.

Eigentlich sollte bereits das Urteil gesprochen sein, doch wegen eines weiteren Beweisantrags der Verteidigung wurden der 12. und der 27. April als weitere Verhandlungstage festgesetzt. Am Dienstag sollte insbesondere jener Polizeibeamte aussagen, der den 43-jährigen Angeklagten nach der Festnahme als erstes verhört hatte.

Dazu kam es nicht. Die Richterin musste wegen einer langwierigen Erkrankung den Verhandlungstag absagen. Dass ein Prozess von vorn beginnt, komme nur sehr selten vor, sagt Felix Muntschick, Sprecher des Landgerichts. Sie Strafprozessordnung spreche aber eine eindeutige Sprache: „Es geht alles wieder auf Null. Der Prozess muss vollkommen unvoreingenommen von vorn beginnen.“

Der Angeklagte hatte gegenüber der Polizei und auch in dem nun abgebrochenen Prozess die Vorwürfe bereits eingeräumt. Er gab zu, das Feuer an dem Mehrfamilienhaus in Haimar gelegt zu haben. Er habe auch anderswo gezündelt, weil er es gern brennen sehe, gab er zu. Nun sollte es insbesondere noch um die Schuld- und Steuerungsfähigkeit des Mannes gehen, der zur Tatzeit alkoholisiert war. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, er habe Leib und Leben der Bewohner vorsätzlich gefährdet.

Von Achim Gückel

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