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Der Turmuhr schlägt die Stunde

Sehnde Der Turmuhr schlägt die Stunde

An den Zifferblättern und Zeigern der Uhr an der von 1784 bis 1788 erbauten barocken St.-Ulrich-Kirche nagt der Zahn der Zeit. Bereit im November 2014 hatte der Haimarer Kirchenvorstand die Gemeindemitglieder um Spenden zugunsten der Instandsetzung gebeten.

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Die 1784 bis 1788 erbaute barocke St.-Ulrich-Kirche in Haimar soll neue Zifferblätter und Zeiger bekommen.

Quelle: katja eggers

Haimar. 7000 Euro würden benötigt, so lautete die Berechnung in Absprache mit dem Amt für Bau und Kunstpflege der Hannoverschen Landeskirche. Die Finanzierung sollte aus Spenden, Kollekten und Eigenmitteln geleistet werden.

Doch dann stellte sich heraus, dass zwei Dachgauben so marode sind, dass sie ebenfalls ausgebessert werden müssen. Das lässt die Kosten um 6000 Euro auf fast das Doppelte, nämlich 13 000 Euro steigen. Viel Geld für eine kleine Gemeinde - das ließ das Vorhaben erst einmal in die Ferne rücken.

Doch der Kirchenvorstand blieb nicht untätig: Die Vorsitzende Doris Fischer bemühte sich, weitere Quellen aufzutun. So gab die Theatergruppe Kulissenschieber der Kulturbrücke Fuldatal im Oktober eine Vorstellung zugunsten der Turmuhrsanierung. Darüberhinaus stellte Fischer zwei Anträge in der Hoffnung, die bis dahin gespendeten 3500 Euro zu mehren. Der eine richtete sich mit der Bitte um eine sogenannte Bauergänzungszuweisung an des Kirchenkreisamt Burgdorfer Land. Möglichkeiten auf Erfolg verspricht der Umstand, dass Gauben nicht unter Schönheitsreparaturen fallen und ihre Wiederherstellung somit ergänzungswürdig ist.

Den zweiten Vorstoß mit der Bitte um Fördermittel für das Projekt Turmuhr wagte Fischer bei der Klosterkammer Hannover. Mit Erfolg. Insgesamt 4000 Euro bewilligte der Zuwendungsausschuss der Sonderbehörde im Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur für die Kirchengemeinde. „Wir werden dieses Vorhaben auf jeden Fall umsetzen, denn was ist eine Kirche ohne lesbare Turmuhr“, machte die Kirchenvorstandsvorsitzende im Gemeindebrief klar, dass die Motivation trotz aller Schwierigkeiten ungebrochen ist. Über weitere Spender freue man sich natürlich auch.

Von Sandra Köhler

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