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Das Schweigen fällt beim Wandern schwer

Sehnde Das Schweigen fällt beim Wandern schwer

Wenn es ums Pilgern geht, fällt den meisten Menschen der Jakobsweg im fernen Spanien ein. Die Kirchengemeinden Haimar und Rethmar sind dagegen mit ihrer Pilgertour ganz in der Nähe geblieben. Sie führte von der Margarethenkapelle in Dolgen nach Arpke. Unterwegs war Luther das Thema.

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Mit dem Pilgerstab voran: Die Gruppe geht in Dolgen auf die Wanderschaft.

Quelle: Michael Schütz

Dolgen. Das Ziel der achtköpfigen Pilgergruppe war das Naturfreundehaus in Grafhorn. Das hat sicher keine religiöse Bedeutung, aber darum ging es den beiden Organisatorinnen der Pilgertour, Doris Fischer und Annegret Gutsche, auch nicht. Es sollte eher eine Reise in die Natur und ins Innere eines jeden Pilgers sein. "Die innere Einkehr ist uns wichtig", sagte Fischer, die in Haimar Kirchenvorstand ist. Dass sie und ihre Stellvertreterin Gutsche auf dieser sechsten Pilgerschaft der Gemeinden nur sechs Gäste begrüßen konnten, hatte für sie nichts zu tun mit den Gedanken um eine religionsferne Gesellschaft. "15 Kilometer sind schon eine Strecke", vermutete sie eher Konditionsgründe.

Der Start fand am Sonnabendmorgen an der Margarethenkapelle in Dolgen statt, allerdings nicht ohne eine kurze Andacht im Gotteshaus. Dort setzte Fischer das Thema der Pilgerschaft ins rechte Licht: Luther und seine Beweggründe und Taten waren im Jubiläumsjahr der Reformation die Wahl.

Mit Pilgerstab und Jakobsmuschel ausgestattet ging die kleine Gruppe danach von Dolgen aus auf die 15 Kilometer durch die Feldmark in Richtung Arpke, durch den Ort selbst bis zum Naturfreundehaus in Grafhorn. Mit Bedacht führten Fischer und Gutsche die Gruppe dabei über die Brücke der A2. So konnte man bewusst den Kontrast zur ruhigen Natur erleben. "Es ist schon wohltuend, die Umgebung und die Natur so hautnah wahrzunehmen", meinte Nicole Hauer aus Dolgen. "Und wie intensiv die Vögel zwitschern."

Als ganz ungewohnte Erfahrung empfand die Gruppe die Schweigephase auf der Wanderung. "Es ist nicht so einfach, den Mund zu halten", meinte Heide Rastofer lachend. Die Iltenerin hatte sich mit ihrem Mann Karl-Heinz angeschlossen, weil sie "einfach schon immer mal pilgern" wollte. Beim nächsten Mal ist sie auf alle Fälle wieder dabei, versprach sie.

In Grafhorn angekommen stimmte die Gruppe drei von Luthers Liedern an. Zurückwandern mussten sie übrigens nicht. Der Rücktransport war organisiert.

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Von Michael Schütz

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