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Lanelights sollen Verkehrssicherheit erhöhen

Sehnde Lanelights sollen Verkehrssicherheit erhöhen

Die Linke im Rat will die Verkehrssicherheit im Stadtgebiet erhöhen - mit sogenannten Lanelights, zu deutsch Fahrbahnlichtern. Diese LED-Markierungsleuchten sollen an Gefahrenpunkten wie Schulwegen im Boden installiert werden. Die Stadt will den Antrag zurückweisen, weil der Rat dafür nicht zuständig sei.

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Beispiel Augsburg: Dort sind Lanelights bereits an Straßenbahnhaltestellen installiert worden.

Quelle: Stadt Augsburg

Sehnde. Die Stadt soll untersuchen, wo es beim Abbiegen zu Unfällen mit Personenschaden gekommen ist und dort Lanelights prüfen, fordert Ratsherr Fritz Wilke. Diese Bodenampeln würden von querenden Radfahrern oder Fußgängern aktiviert und so Autofahrer warnen. Verkehrsknotenpunkte und Schulwege seien dabei besonders in den Blick zu nehmen. Denn gerade beim Abbiegen würden Fußgänger und Fahrradfahrer oft von Autofahrern übersehen.

Als Beispiel nennt Wilke die zentrale Bushaltestelle der Kooperativen Gesamtschule an der B65. "Da ist es sehr unübersichtlich." Auch der Anlieferverkehr für K+S führe oft durch die Straßen Im Steinkamp und die Glückauf Straße in Ilten - beides Schulwege. Gleiches gelte für die Ferdinand-Wahrendoff-Straße. "In Ilten steht die Dorferneuerung an, da könnte man das vielleicht gleich mit und damit kostengünstiger mitmachen", meint Wilke. Ein weiterer Gefahrenpunkt sei etwa die Ampelkreuzung am Netto-Markt an der B65 von Ilten in Richtung Sehnde. "Bei Dunkelheit sind die Fußgänger dort nicht mehr zu erkennen."

 Die Fahrbahnlichter seien einfach zu installieren, tagsüber gut sichtbar und würden mit Energie aus Photovoltaikzellen gespeist, sodass Energie- und Wartungskosten minimal seien. Bislang werden Lanelights von Kommunen aber nur sporadisch eingesetzt. In der Region Hannover gibt es welche in Hemmingen und an manchem Hochbahnsteig. Andere Städte wie Berlin, Köln, Augsburg oder Wien haben sie bereits erfolgreich an Straßenbahnhaltestellen getestet. In Langenhagen wollte die CDU sie bereits 2009 einführen, scheiterte aber im Rat.

 Am Donnerstagabend soll über den Antrag im Rat befunden werden. Die Stadt hat allerdings schon signalisiert, ihn zurückzuweisen. Dabei handele es sich um eine "Angelegenheit des übertragenen Wirkungskreises", der nicht in die Zuständigkeit des Rates falle. Der mögliche Einsatz von Lanelights sei Aufgabe der Unfallkommission aus Polizei, Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden, in der auch die Stadt Sehnde Mitglied sei. Aufgeben wolle er deshalb aber nicht, sagt Wilke: "Ich werde mit der Polizeiinspektion Burgdorf sprechen und in der nächsten Sitzung einen neuen Anlauf unternehmen."

Von Oliver Kühn

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