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Die Tafel stößt an Grenzen

Sehnde Die Tafel stößt an Grenzen

Von 60 auf 125 ist in diesem Jahr die Zahl der Familien gestiegen, die die Lebensmittelausgabe der Sehnder Tafel nutzen. Wenn diese Zahl wegen zahlreicher Flüchtlinge weiter anwächst, kommt die Einrichtung an Grenzen.

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Annemarie Pommerehne (von rechts), Charline-Sophie Wedig, Andrea Mietz und Sonja Rath geben gespendetes Spielzeug an Kinder von Tafelkunden aus.

Quelle: Sandra Köhler

Sehnde. Seit 2002 gibt es die Sehnder Tafel. Mittlerweile kommen die 30 Ehrenamtlichen, die an jedem Sonnabend rund 100 sogenannte Bedarfsgemeinschaften versorgen, an ihre Grenzen. Waren die Kunden bisher zumeist Deutsche oder Aussiedler aus Russland, macht sich aktuell der nicht abreißende Strom von Flüchtlingen auch bei der Tafel bemerkbar.

„Zurzeit leben 267 Asylbewerber in Sehnde, für 2016 ist ein starker Anstieg zu erwarten“, verweist Renate Grethe, Vorsitzende des Trägervereins Fördergesellschaft des Civitan Club Sehnde, auf Prognosen. Das Problem: Die Menge der gespendeten Lebensmittel nimmt laut Grethe nicht zu. Es wird also eng. „Einen Aufnahmestopp wollen wir nicht, das wäre unfair gegenüber den Bedürftigen“, sagt Grethe. Trotzdem sei es an der Zeit, sich Gedanken zu machen: „Es kann sein, dass irgendwann Familien nur noch alle zwei Wochen kommen können, weil es sonst nicht reicht“, sagt sie.

Gleichwohl gibt es eine gute Nachricht: Die Räume im ehemaligen Hastra-Gebäude sind mit dem Ratsentscheid für den Erwerb des Gebäudekomplexes an der Peiner Straße durch die Kommune gesichert. „Der Rat hat beschlossen, dass die Stadt den Komplex von Eon kaufen kann“, sagt Grethe. Obwohl dort Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen werden soll, bedeutet das, dass die Tafel in ihren Räumen bleiben kann. Wegen der Verkaufspläne hatte der Verein zwei Jahre lang vergeblich Alternativen gesucht.

Von Sandra Köhler

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