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Diskussion um neue Struktur im Rathaus

Sehnde Diskussion um neue Struktur im Rathaus

Die Sehnder Stadtverwaltung hat nach gut einem halben Jahr interner Arbeit ihre Organisationsstruktur erneuert. Es wurde ein Verwaltungsvorstand eingesetzt und gleichzeitig die Ebene der Fachbereichsleiter abgeschafft. Ziel der Reform ist es, Hierarchien zu beseitigen, um fachübergreifend effektiver arbeiten zu können.

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Das Rathaus in Sehnde.

Quelle: HAZ

Sehnde. „Wir wollen weg von einer hierarchischen Struktur, die von oben nach unten funktioniert“, sagte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke unlängst im Sehnder Rat. Die neue Verwaltungsstruktur führe zu einer Verbesserung der Kommunikation unter den einzelnen Fachbereichen, zu kürzeren Informationswegen im Haus sowie zu mehr Verantwortlichkeit bei den Mitarbeitern.

Die bisherigen Sachgebiete heißen nun Fachdienste. Die Ebene der Fachbereichsleiter wurde abgeschafft. Bürgermeister Lehrke und der Erste Stadtrat Rolf Steinhoff managen ab sofort als Vorstand die Stadtverwaltung mit ihren 13 Fachdiensten und vier Stabsstellen.

Der Rat hatte die Veränderung der Verwaltungsstruktur in seiner Sitzung am 30. April dieses Jahres angeschoben. Seitdem läuft bereits der Umgestaltungsprozess. Mithilfe von Workshops wurde gemeinsam mit dem Personal die neue Struktur entwickelt.

Ziel sei es, den Verwaltungsaufbau abzuflachen, erklärte Steinhoff dem Sehnder Rat. Abgegrenzte Zuständigkeiten in einer starren Organisation gebe es nun nicht mehr. Themen würden übergreifend behandelt. Aufgaben, die gleich mehrere Fachdienste betreffen, sollen damit unter anderem schneller bearbeitet werden, sagte Sehndes Erster Stadtrat.

Von der SPD hagelt es allerdings Kritik für die Reform. Auf viele Fragen habe die Stadt mit ihrem Konzept keine Antworten gegeben, bemängelte SPD-Ratsherr Max Digwa im Rat. So habe die Stadt nicht klargemacht, welche finanziellen Auswirkungen die Strukturveränderung habe. Digwa kritisierte auch das hohe Tempo, mit dem die Stadt das neue Konzept umsetze.

Grünen-Fraktionschef Günter Pöser hingegen verteidigte die neue Verwaltungsorganisation. Er bezeichnete sie als „Schritt in die richtige Richtung“. Nun befände sich mehr „Entschließungskompetenz auf Sachgebietsebene“. Pöser warb dafür, den Bürgermeister bei dem Veränderungsprozess zu unterstützen. „Wenn Menschen mehr Kompetenzen haben, werden sie auch mehr Geld haben wollen“, erklärte Pöser. „Wir wollen gutes Personal im Rathaus. Da müssen wir auch dafür sorgen, es zu halten.“

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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