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Ortsrat Sehnde: Kein Geld für Kriegerdenkmal

Sehnde Ortsrat Sehnde: Kein Geld für Kriegerdenkmal

Die Vergabe von Zuschüssen im Ortsrat ist normalerweise eine einvernehmliche Angelegenheit. Doch in der ersten Sitzung des Ortsrats Sehnde ist es zu einem Disput gekommen: Hartmut Völksen (CDU) wollte auch Geld für die Renovierung des Kriegerdenkmals in Gretenberg - die Mehrheit inklusive seiner Fraktion lehnten das ab.

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Das Kriegerdenkmal in Gretenberg ist schon reichlich verwittert. Geld für eine Renovierung will die Mehrheit des Ortsrats aber nicht ausgeben.

Quelle: privat

Gretenberg. Am Volkstrauertag sei es ihm wieder aufgefallen, sagt Völksen: "Das Kriegerdenkmal sieht nicht besonders gut aus." Vor allem die Inschrift auf der Platte für die beiden im Ersten Weltkrieg gefallenen Gretenberger Ewald Rühmkorf und Ewald Busch sei kaum noch zu lesen. "Eine Renovierung würde nur 400 bis 500 Euro kosten", meint Völksen. Der Ortsrat solle nicht nur Vereine finanzieren, andere Ortsräte bezahlten etwa auch Spielgeräte. Für dieses Jahr stehen noch rund 3800 Euro zur Verfügung.

Doch einige Ortsratsmitglieder waren gegen Völksens Vorschlag. "Da müssen wir vorsichtig sein", sagte SPD-Sprecher Werner Kracke. Allein durch den Wegfall der Tombola beim Weihnachtsmarkt habe der Ortsrat im vergangenen Jahr einen Verlust von 2000 Euro gemacht. Da zudem die Energieversorgung Sehnde, eine städtische Tochter, nicht mehr die Anschlussgebühren für Strom erlasse, kämen noch weitere Kosten hinzu.

Kracke kündigte aber bereits an, dass man über die Ortsratsmittel bei den anstehenden Haushaltsberatungen noch einmal grundsätzlich diskutieren wolle. "Wir wollen die Mittel erhöhen, denn die sind seit mindestens 15 Jahren gleich geblieben." Derzeit gebe es von der Stadt 39 Cent je Einwohner, angepeilt seien aber 50 Cent. Für alle Ortsräte zusammen würde dies etwa 2500 Euro mehr im Jahr ausmachen, für den Ortsrat Sehnde etwa 1000 Euro, rechnete Ortsbürgermeister Helmut Süß vor.

Letztendlich lehnte das Gremium den Vorstoß für eine Renovierung des Kriegerdenkmals aber ab und beschloss die Vergabe an 13 Vereine. Größter Nutznießer ist der TVE Sehnde mit 1570 Euro, vor allem für Neuanschaffungen nach dem Turnhallenbrand. Je 500 Euro bekommen der Sozialverband und der Civitan-Club, je 300 Euro sind für die Feuerwehrjugend und die Ausrichtung eines Weihnachtsfestes in Klein Lobke vorgesehen, je 250 Euro für die AWO und das DRK sowie 450 Euro für die Kränze zum Volkstrauertag.

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Die Namenstafel auf dem Kriegerdenkmal ist kaum noch zu lesen.

Quelle: privat

Von Oliver Kühn

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