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Schon 46.264 Eier sind über Tresen gegangen

Sehnde Schon 46.264 Eier sind über Tresen gegangen

Es ist eine beeindruckend runde Zahl, die der Dorfladen Bolzum in diesen Tagen verkünden kann: Gerade hat der Genossenschaftsladen an der Marktstraße seinen 100.000. Kunden begrüßen können. Nicht nur deswegen zieht das Team, das im März 2015 die Türen geöffnet hat, eine positive Bilanz.

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Frauke Lehrke leitet den Dorfladen in Bolzum, der auch überregional Kunden anzieht.

Quelle: Michael Schütz

Bolzum. "Wir sind schon ein bisschen überrascht", sagt Marktleiterin Frauke Lehrke, die sich mit Michaela Oldeweme und zwei weiteren Kollegen die Geschäftsführung teilt. Dass die Kooperative schon so schnell eine so hohe Kundenzahl erreichen konnte, hätten sie nicht gedacht. Das Planziel aus der Machbarkeitsstudie, die am Beginn des Unternehmens stand, sei schon früher erreicht worden. "Das heißt, dass wir zurzeit schon einen kleinen Gewinn erwirtschaften", resümiert Oldeweme. Der werde aber noch nicht an die Anteilseigner ausgeschüttet. Am Anfang hätten Investitionen gestanden, die noch abgetragen werden müssten. "Kredite haben wir aber keine aufgenommen", betonte die Geschäftsführerin. "Es wurde alles über die Anteile finanziert."

Rund 70.000 Artikel bietet der Dorfladen an, was Kundschaft nicht nur aus Bolzum anzieht. "Es kommen auch Kunden aus Wehmingen, Bledeln oder Lühnde", sagte Lehrke. Manche sogar von weiter her. Einmal in der Woche mache sich ein Pärchen mit dem Fahrrad aus Wülferode auf den Weg nach Bolzum, um hier Kaffee zu trinken und gleich den Einkauf zu erledigen. Einen ganz besonderen Renner hat Lehrke ausgemacht: "In den sechzehn Monaten seit Eröffnung haben wir 46.264 Eier verkauft."

Die Kunden fühlen sich offenbar noch durch ein anderes Angebot des Dorfladens angezogen, wie der Bolzumer Strickklub zeigt. Die Damen hatten sich das Café des Geschäfts ausgesucht, um den Geburtstag ihres Mitglieds Heike Gratz nachzufeiern. Den Laden im Ort unterstützen die Strickdamen nach Kräften. "Inzwischen ist es so, dass wir mit unserem Einkaufszettel zunächst hierher kommen, um den Großteil einzukaufen", sagte Irmgard Schmidt. "Und das meiste bekommt man hier auch." Erst den Rest kaufe man woanders.

Die Kooperative, die den Laden mit acht Teilzeitkräften und vielen Ehrenamtlichen betreibt, ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Gerade erst ist eine Klimaanlage angeschafft worden. "Im Laden war es immer zu warm für Lebensmittel", sagte Lehrke. Die Anlage sei allerdings nicht allein durch die Anteile finanziert worden, meinte Oldeweme. Spenden hätten mit zu den 8000 Euro Anschaffungskosten beigetragen. Als nächstes soll noch eine neue Bäckertheke kommen, denn die alte stamme noch aus Zeiten des Reformhauses, deren Räume der Dorfladen übernommen hat. Darüber hinaus will die Kooperative das Bioangebot erweitern und noch mehr eigene Veranstaltungen anbieten, schaut Lehrke in die Zukunft.

Noch ist am Mittwochnachmittag geschlossen

Im März 2015 ist der Dorfladen Bolzum in einer Kooperative mit Anteilseignern entstanden. Seitdem öffnet er seine Tore montags bis freitags von 6.30 bis 12.30 Uhr sowie 15 bis 18.30 Uhr (außer Mittwochnachmittag). Sonnabends ist von 6.30 bis 12.30 Uhr geöffnet und sonntags gibt es von 8 bis 11 Uhr einen Brötchenverkauf. Die Kooperative denkt derzeit darüber nach, auch am Mittwochnachmittag zu öffnen.

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Der Strickklub Bolzum feiert im Café des Ladens den Geburtstag von Heike Gratz (links) nach.

Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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