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Ex-Ratsherr Ostermeyer kandidiert für AfD

Sehnde Ex-Ratsherr Ostermeyer kandidiert für AfD

Der kürzlich aus der CDU ausgetretene Ratsherr Wolfgang Ostermeyer aus Höver kandidiert bei der Kommunalwahl erneut für den Rat – auf der AfD-Liste. Die CDU-Fraktion wird deshalb eine Sondersitzung des Rates einberufen, um Ostermeyer in den Ausschüssen durch Mitglieder ihrer Fraktion zu ersetzen.

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Parteiwechsel: Der im Groll aus der CDU ausgetretene langjährige Kommunalpolitiker Wolfgang Ostermeyer aus Höver kandidiert bei der Kommunalwahl am 11. September für die AfD.

Quelle: Symbolbild

Sehnde. Ostermeyer hatte seine Partei nach 30 Jahren verlassen, weil er bei der Aufstellung der Listen für die Wahl am 11. September nur auf den weitgehend aussichtslosen zehnten Platz gesetzt worden war. Kurz darauf schied er auch aus der Ratsfraktion aus, die damit nur noch über 14 Sitze verfügt, ebenso viele wie die SPD.

Wie Siegfried Reichert, Schatzmeister des AfD-Kreisverbandes Hannover-Land, berichtet, wird Ostermeyer auf Platz eins der Liste im Wahlbereich Sehnde I kandidieren. Reichert selbst steht auf Platz zwei, und im Wahlbereich II bewirbt sich Henning Franke aus Bilm um ein Mandat. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bestätigte als Wahlleiter, dass die AfD Wahlvorschläge eingereicht und die erforderliche Anzahl von Unterstützerunterschriften beigebracht habe.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Völksen kündigte an, dass seine Fraktion „umgehend einen Antrag für eine Sondersitzung des Rates“ stellen werde. Die muss der Bürgermeister einberufen, wenn es mehr als ein Drittel der 35 Ratsmitglieder verlangen.

Dabei sollen die der CDU zustehenden drei Ausschusssitze Ostermeyers neu vergeben werden. Auch in den städtischen Unternehmen soll der jetzt fraktionslose Ratsherr die Stadt nicht mehr vertreten. Völksen betonte, dass eine Zusammenarbeit mit Ostermeyer nicht mehr möglich sei. „Das gilt auch für die Zukunft“, schloss er eine Kooperation mit der AfD nach der Wahl aus. Ostermeyer war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Er hoffe, für die nur bis zur Konstituierung des neuen Rates im November gültigen Änderungen eine gemeinsame Lösung mit der SPD finden zu können, sagte der CDU-Fraktionschef.

Sein Kollege von der SPD, Olaf Kruse, zeigte sich zur Zusammenarbeit bereit: „Ich gehe davon aus, dass wir das einvernehmlich regeln“, erklärte er gestern vor einer Sitzung seiner Fraktion, die darüber aber noch befinden müsse.
Er habe „kein Interesse daran, die Verwaltung mit einem großen Procedere zu belasten“, betonte Kruse. Die SPD werde wohl darauf verzichten, aufgrund der jetzt gleichstarken Fraktionen die Ausschussvorsitze neu zu verteilen.

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