Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Einbrechern das Leben schwer machen

Sehnde Einbrechern das Leben schwer machen

Wer sein Eigentum schützen will, sollte es Einbrechern möglichst schwer machen - das legt das Präventionsteam der Polizeidirektion Hannover Hausbesitzern und Wohnungseigentümern fast schon gebetsmühlenartig immer wieder nahe. Doch viele schrecken offenbar vor den Kosten zurück.

Voriger Artikel
Jeder gewinnt eine Medaille
Nächster Artikel
Wundermittel blüht am Mittellandkanal

Die Plakette „Zuhause sicher“ soll Einbrechern schon von Weitem zeigen, dass diese Immobilie besonders geschützt ist.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Dabei sollten die Zahlen jeden überzeugen: In der Region Hannover werden nur 20 Prozent der Wohnungseinbrüche aufgeklärt. Auch wenn die Quote in Sehnde mit rund 29 Prozent deutlich über dem Regionsschnitt liegt - wer sich sicher fühlen wolle, komme an Prävention und Einbruchsschutz nicht vorbei, sagt Michael Fritsch, Sicherheitsberater der Polizeidirektion Hannover. Doch viele Hausbesitzer, Wohnungseigentümer oder Vermieter scheuten Ausgaben. Ähnlich sehe es bei den meisten Mietern aus.

Vier-Punkte-Plan

Hausbesitzer und Wohnungseigentümer können die Präventionsplakette des Netzwerkes „Zuhause sicher“ der Polizeidirektion Hannover bekommen, wenn sie vier Punkte beherzigen: Alle Türen und Fenster im Erdgeschoss müssen zusätzlich gesichert werden, etwa mit abschließbaren Griffen. Zudem muss es in jedem Zimmer Rauchmelder geben, ein Telefon am Schlafplatz und eine gut sichtbare Hausnummer. Dann kann das blaue Schild an der Hauswand befestigt werden. Für Mieter ist ein Aufkleber an der Wohnungstür möglich. Dies zeigt Einbrechern, dass sie es an dieser Immobilie zumindest schwer haben werden. Viele ließen dann von solch einem Objekt ab, weiß der Sicherheitsberater Michael Fritsch aus Erfahrung.

Denn wer etwa in mechanische Sicherungstechnik investieren wolle, müsse für ein Haus je nach Aufwand mit Kosten zwischen 3000 und 5000 Euro rechnen. Allein ein Fenster nachzurüsten, schlage mit 200 bis 300 Euro zu Buche. Aber auch Bewegungsmelder zu installieren und die Hecken niedrig zu schneiden, sei Prävention. „Das kann man zwar nur schwer messen, aber Einbrecher sehen so etwas und suchen sich dann vielleicht lieber ein anderes Objekt“, verdeutlicht Fritsch. Dazu komme oft ein weiterer Vorteil: Viele Hausratsversicherungen gewährten Kunden bei nachgewiesenem Einbruchsschutz einen günstigeren Tarif.

Denn je länger Einbrecher hantieren müssten, desto risikoreicher werde es für sie, betont Renate Folberth-Seibel, Leiterin des Dezernats zur Kriminalitätsbekämpfung und Prävention bei der Polizeidirektion. Das legen auch die Zahlen nahe. Von 37 in diesem Jahr bislang angezeigten Einbrüchen - davon 20 am helllichten Tag - seien 17 Täter im Versuch steckengeblieben. Im vergangenen Jahr waren 16 von 56 Einbrüchen gescheitert. Die Stadt ist vor zwei Jahren dem Netzwerk „Sicher Zuhause“ beigetreten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sml66u4nfr1xijqerv
Geselligkeit steht im Mittelpunkt

Fotostrecke Sehnde: Geselligkeit steht im Mittelpunkt