Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° Nebel

Navigation:
Personal fehlt: Das Waldbad ist wieder dicht

Sehnde Personal fehlt: Das Waldbad ist wieder dicht

Die Freibadsaison ist erst wenige Wochen alt. Doch die Stadt Sehnde muss ihr Waldbad jetzt erneut für ein Wochenende schließen. Grund dafür ist ein Engpass beim fest angestellten Aufsichtspersonal. Die Hilfskräfte der DRLG sollen indes künftig besser entlohnt werden.

Voriger Artikel
Astrid-Lindgren-Grundschule macht Zirkus
Nächster Artikel
Polizei nimmt Imbiss-Einbrecher fest

Im Waldbad Sehnde gibt es einen Personalengpass.

Quelle: Sandra Köhler

Sehnde. Am 21. und 22. Mai, nur eine Woche nach dem Saisonstart, war das Waldbad bereits geschlossen. Auch am kommenden Wochenende (4. und 5. Juni) müssen die Sehnder mit großer Sicherheit auf den Schwimmspaß verzichten. Und das hat einzig und allein mit der Personallage am Beckenrand zu tun, bestätigt Janis Wehrbein vom Fachdienst Schule, Sport und Kultur bei der Stadt. Er spricht von einem Personalengpass.

Zurzeit beschäftigt die Stadt Sehnde zwei Angestellte in Vollzeit für die Kontrolle des Bades und seiner Anlagen sowie für die Überwachung des Betriebs Waldbad. Eine davon fällt auf unbestimmte Zeit aus. Übrig ist nur noch ein Schwimmmeister  - und der darf aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht an jedem Wochenende am Beckenrand stehen. Also bleibt der Stadt nichts anderes übrig, als ihr Waldbad an jedem zweiten Wochenende zu schließen.

Diese Situation soll aber nicht von Dauer sein. "Wir wollen eine zusätzliche Stelle ausschreiben", sagt Wehrbein. Dieser Posten soll so schnell wie möglich besetzt werden und vorerst auf ein Jahr befristet sein. Wehrbein setzt darauf, dass die Stelle sehr schnell besetzt ist - damit es nicht noch öfter zu Schließungen kommt.

Auch bei den nicht fest angestellten Schwimmaufsichten will die Stadt nachbessern. Diese Kräfte, zumeist kommen sie von der DLRG, bekommen zurzeit eine Aufwandsentschädigung von 7,50 Euro pro Stunde. Nach Willen der Verwaltung soll diese nun auf 10 Euro steigen. Bereits in der kommenden Woche werden die Politiker im Ausschuss für Bürgerservice über den Vorschlag reden.

Tatsächlich fällt es der Stadt immer schwerer, qualifizierte Aushilfskräfte für die Schwimmaufsicht zu finden. Ältere Helfer träten mittlerweile etwas kürzer, heißt es. Junge Leute fehlten mitunter. Andererseits sei die Stadt verpflichtet, ausreichend qualifiziertes Aufsichtspersonal zu stellen. Zwei Schwimmaufsichten seien vorgeschrieben, um Ordnung, Sicherheit und Hygiene in Bädern aufrecht zu erhalten - und dafür benötige die Stadt weiterhin Helfer von der DLRG.

Letztmals wurde die Entschädigung für die Helfer im Jahr 2012 erhöht. Mittlerweile ist der Mindestlohn eingeführt worden, der mit 8,50 Euro noch einen Euro über der derzeit gültigen Bezahlung für die Helfer im Waldbad liegt. Das müsse sich ändern, meint die Verwaltung. Mithin gebe es nicht einmal Zuschläge für die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen.

Wehrbein macht noch andere Rechnungen auf. Würde die Stadt die Helfer bei der Schwimmaufsicht fest beschäftigen, fielen für die Stadt Kosten von 15,92 Euro brutto pro Stunde an. Der Mehraufwand durch die Erhöhung der Bezahlung für die Helfer betrage indes wohl weniger als 1000 Euro.

Von Achim Gückel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sm82k9a5gp1kboi3cj1
Barockkirche birgt einen Schatz

Fotostrecke Sehnde: Barockkirche birgt einen Schatz