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Luther-Gefühle beim Gemeindefest

Sehnde Luther-Gefühle beim Gemeindefest

Kaum ein kirchliches Gemeindefest wird in diesem Jahr ohne Martin Luther gefeiert. Auch in Sehnde stand am Sonntagnachmittag rund um die Kreuzkirche der Reformator im Mittelpunkt. Seine Texte wurden gelesen und Thesen ans Holz geschlagen. Ganz ohne Luther kam aber die Turmführung aus.

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Louisa (von links), Indra und Jule (alle 14) hämmern vor der Kreuzkirche ihre Zettel an das Holz.

Quelle: Michael Schütz

Sehnde. Tief in die Sehnder Kirchengeschichte tauchte dabei Holger Söchtig ein. Dem Mitglied der Kreuzkirchengemeinde hat es das Gotteshaus angetan, sodass er viel über dessen Historie weiß und sie auch den Besuchern näherbringen konnte. In kleinen Gruppen führte Söchtig die Gäste über steile Treppen in den Turm, nicht ohne zu erwähnen, dass dieser viel älter als die Kirche selbst sei. "Es ist ein Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert", verriet er. Die Kirche dagegen habe erst Anfang des 18. Jahrhunderts ihre heutige Gestalt bekommen. "Aber natürlich hat hier vorher auch eine Kirche gestanden." Die beiden Ziele, die Söchtig mit seinen Gruppen ansteuerte, waren die Kirchturmuhr von 1883 und die zwei Glocken, deren ältere noch aus dem 16. Jahrhundert stamme.

Besucherin Ulrike Steinert war es ein Anliegen, den Turm einmal von innen zu sehen. "Als Sehnderin bin ich hier konfirmiert und getraut worden." Allerdings war sie verwundert, dass man nicht von oben auf die Stadt sehen konnte. Dazu waren die Fenster zu hoch angebracht.

Richtig handwerklich ging es bei Louisa, Indra und Jule zu. Die drei 14-Jährigen hatten auf den Tisch vor dem Kircheneingang ein paar Zettel mit den Dingen beschriftet, die sie ihrer Meinung nach am besten konnten. Mit Hammer und Nagel kamen dann Luther-Gefühle auf, als sie, wie viele andere Besucher, ihre "Thesen" an das allerdings liegende Holz nagelten. Indra zum Beispiel hob ihr Gitarrenspiel und ihre Hilfsbereitschaft hervor.

Luther kam auch bei Sonja Werner zu Wort - geradezu buchstäblich: Die 2. Vorsitzende des Fördervereins hatte sich in ein historisches Kleid gewandet und eine Haube aufgesetzt. Damit las sie Luthertexte vor. Allerdings waren es keine religiösen Traktate, sondern Tischreden oder ein Brief an seinen Sohn Hans. "Das verstehen auch die Kinder", meinte sie.

Ganz ohne den Reformator kamen die meisten Kinderbelustigungen aus, die der evangelische Kindergarten Arche aus dem Bonhoefferhaus beigesteuert hatte. Bei Cedric Bätje wurde es sogar nass. Der Jugendbetreuer lud Kinder wie Marius und Titus dazu ein, mit einer Handspritze Wasserflaschen umzustürzen. Da blieben die Teilnehmer nicht immer trocken.

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Von Michael Schütz

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