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Feuerwehr rettet Wildschwein aus Mittellandkanal

Höver Feuerwehr rettet Wildschwein aus Mittellandkanal

Dramatischer Rettungseinsatz für ein Wildschwein: Feuerwehrleute aus Höver haben am Sonnabend eine 45 Kilo schwere Bache vor dem Ertrinken im Mittellandkanal bewahrt. Das Tier war mit seiner Rotte wohl vor einer Treibjagd auf der Westseite des Kanals geflüchtet. Im Wasser verlor es den Anschluss zu den anderen sechs Tieren.

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Drei der sieben Wildschweine, schwimmend im Mittellandkanal.

Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde

Sehnde. Ein Spaziergänger sah die sieben in Richtung Anderten schwimmenden Wildschweine gegen 10.25 Uhr als Erster. Die Tiere befanden sich auf Höhe des Werks-hafens der Zementfabrik Holcim im Wasser. Immer wieder versuchten sie, ans Ufer zu gelangen, was durch die steilen Spundwände im Hafenbereich aber unmöglich war. Der Augenzeuge rief die Feuerwehr. Die Retter aus Höver rückten mit drei Fahrzeugen und elf Mann Besatzung an.

Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

An Land: das Wildschwein. Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Quelle:

Die Feuerwehrleute wurden dann Zeugen, wie sich sechs der sieben Tiere an den steilen Hafenwänden entlangkämpften und hinter deren Ende ans Ufer kletterten. Das siebte Tier verlor den Anschluss. Weil es sich dicht an den Spundwänden befand, hatten die Helfer aber leichtes Spiel. Sie begaben sich auf ein vor Anker liegendes Schiff und hoben das Borstenvieh mithilfe von zwei Tauen aus dem Wasser. Die Feuerwehrleute legten es auf einen Weg und hielten vorsichtshalber Abstand.

Das gerettete Wildschwein hatte allerdings ganz anderes zu tun, als die Feuerwehrleute zu attackieren. Es ging ein paar Schritte rückwärts, fiel erneut in den Kanal und schwamm in Richtung jenseitiges Ufer zurück. Einige der Feuerwehrleute machten sich daraufhin sofort auf den Weg auf die andere Kanalseite, doch die mittlerweile völlig orientierungslose Wildsau drehte nach rund 300 Metern Schwimmstrecke wieder bei.

Schließlich kam dem Tier, das kaum noch den Kopf über Wasser halten konnte, noch ein Binnenfrachter in die Quere. Es wurde sogar einige Zeit im Sog des Schiffs mitgezogen, näherte sich dann aber völlig entkräftet wieder dem Holcim-Hafen. Dort griffen die Feuerwehrleute beherzt zu und hoben die Bache zum zweiten Mal ans Ufer. Feuerwehrleute aus Sehnde, die mit einem Logistik-Spezialfahrzeug angerückt waren, brachten das Tier letztlich in einen Wald und setzten es dort aus. Vielleicht trifft es ja wieder auf seine Rotte.

Von Achim Gückel

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