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Flüchtlinge laden als Dank zum Werkstattfest ein

Rethmar Flüchtlinge laden als Dank zum Werkstattfest ein

Mit einem kleinen Fest auf dem Gelände des früheren Bundessortenamtes in Rethmar haben sich am Sonntag die Flüchtlinge der Fahrradwerkstatt bei ihren Unterstützern bedankt. Dazu kamen Einheimische und Asylsuchende aus ganz Sehnde auf das Gelände an der Hauptstraße.

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Flüchtling Omar Kamal aus dem Irak (links) und Freunde kümmern sich um das gemütliche Feuer.

Quelle: Michael Schütz

Rethmar. Ein kleines Rund aus Pavillons hatten das Ehrenamtliche Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde (ENAS) und dessen Schützlinge auf dem Platz vor ihrer Werkstatt aufgebaut. Ein gemütliches Feuer lud zum Verweilen ein. Die auf dem Gelände wohnenden Flüchtlinge, vor allem die Mitarbeiter der dortigen Fahrradwerkstatt, richteten die einzelnen Stände wie die Shisha-Bar oder den Grill aus. Gerade Letzterer hatte es den Besuchern angetan, und Farsed Kidur, Kurde aus dem Irak, und sein Kollege Faruk Al Rufai aus Syrien hatten alle Hände voll zu tun, um Steaks und Würstchen auf die bereitgehaltenen Teller zu legen.

Vor allem den vielen Unterstützern sowie den Spendern der Fahrräder wollte das Flüchtlingsnetzwerk ENAS einen Dank aussprechen. Daraus sei die Idee zu dem für die Eingeladenen kostenlosen Fest entstanden, erklärte ENAS-Mitarbeiter Karl-Heinz Reinsch. „Laut angekündigt haben wir es nicht, sonst hätten wir es nicht bewältigen können.“

Aber auch so waren viele Einheimische, aber auch Flüchtlinge aus den anderen Sehnder Ortschaften auf das Gelände des Bundessortenamtes nach Rethmar gekommen. „Es geht auch darum, sich untereinander kennenzulernen“, meinte Reinsch.

Einer, der sich intensiv am Gelingen des Festes beteiligte, war Omar Kamal. Der Iraker, der mit seiner Frau und zwei Kindern im Alter von sechs und drei Jahren in Bilm untergebracht ist, kümmerte sich darum, dass das Feuer nicht ausging, und half mit seinem Englisch beim Dolmetschen. Der 37-Jährige ist regelmäßiger Mitarbeiter in der Fahrradwerkstatt auf dem Gelände in Rethmar, was sich schon aus seinem Beruf ergibt: „Ich bin Maschinenbauingenieur“, erklärte er. Zwar werde sein Abschluss in Deutschland nicht anerkannt, erzählte er. Aber er wolle demnächst den deutschen Abschluss nachholen und dann in Deutschland Arbeit finden. Zuerst stehe aber Deutsch auf dem Lehrplan.

Von Michael Schütz

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Werkstatt sucht noch Fahrräder

Seit Oktober betreibt das Netzwerk ENAS auf dem Gelände des ehemaligen Bundessortenamtes seine Fahrradwerkstatt. Bereits rund 100 Drahtesel seien dort von Flüchtlingen wieder aufgearbeitet worden, erzählt ENAS-Mitarbeiter Sven Lurz. Somit hätten die Menschen eine sinnvolle Beschäftigung. Die Fahrräder würden dann Asylsuchenden, aber auch einheimische Hartz-IV-Empfängern oder Bedürftigen zur Verfügung gestellt. Nach wie vor nimmt die Werkstatt gebrauchte Fahrräder in wiederherstellbarem Zustand, aber auch Rollstühle, Bobbycars und andere Gefährte entgegen. Sie können donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr auf dem Gelände an der Hauptstraße 3 in Rethmar abgegeben werden. Auch die Ausgabe findet dann statt.

Von Michael Schütz

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