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Zur Vielfalt: Name für Treffpunkt ist Programm

Sehnde Zur Vielfalt: Name für Treffpunkt ist Programm

Der Name ist Programm: "Zur Vielfalt" heißt der Treffpunkt, den die Flüchtlingshilfe im früheren Bundessortenamt Rethmar eröffnet. Es soll als interkultureller Begegnungsort mit Beratungsangeboten für Flüchtlinge sowie PCs und freiem WLAN zu einem zentralen Anlaufpunkt werden.

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Koordinatorin Maria Myrach (links) und die Vereinsvorsitzende Anne Cécile Blanc verschönern das künftige Begegnungscafé mit Bildern.

Quelle: Sandra Köhler

Rethmar. Ein Raum ist für lockere Begegnung und Austausch bei einer Tasse Kaffee oder Tee, in einem weiteren sollen später Computer-Arbeitsplätze mit Internetzugang und freiem WLAN eingerichtet werden. Zum Treffpunkt gehören auch eine Küche mit Herd und Kühlschrank sowie sanitäre Anlagen. Zusammen sind sie - neben dem Büro von Koordinatorin Maria Myrach und der Fahrradwerkstatt - das Herzstück der Vereinsarbeit. 

"Viele Geflüchtete kommen aus Gegenden mit vielen Cafés, in denen man sich trifft und austauscht. Das fehlt ihnen", sagt Myrach. Aber auch die Sehnder will der Verein erreichen: "Ziel ist, einen Raum für interkulturellen Austausch in gemütlicher Atmosphäre zu schaffen." Betreut werden soll das Projekt von Ehrenamtlichen aus dem Flüchtlingshilfeverein, aber auch vom Ehrenamtlichen Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde (ENAS). "Viele wissen ja schon einiges, etwa wie man Geburtsurkunden für Kinder beantragt", sagt Myrach. 

Viele Flüchtlinge könnten nun ein wenig Deutsch - und damit kämen die Bedürfnisse, macht die Vereinsvorsitzende Anne Cécile Blanc die Herausforderungen für die Flüchtlingsarbeiter deutlich. "Sie sind motiviert, wollen arbeiten und ihre Familien unterstützen." In ihrer Heimat sei das einfach. Da gingen sie zu jemandem und fragten 'Hast du Arbeit', würden angelernt und seien dann beispielsweise Bäcker. In Deutschland gebe es dagegen viele Auflagen. "Und manchmal ist es besser, einen Schritt zurückzumachen und eine Ausbildung zu beginnen, statt gleich richtig Geld zu verdienen." Beim Austausch mit Deutschen, so hofft Blanc, seien diese kulturellen Besonderheiten einfacher zu vermitteln.

Bis es sich etabliert hat, wolle man den Treffpunkt sonnabends von 14 bis 17 Uhr öffnen. Sollte dies nicht reichen, könnten nicht mehr berufstätige Ehrenamtliche einen Zusatztermin in der Woche anbieten. Noch nicht eingerichtet sind PC-Arbeitsplätze und WLAN. "Wir haben Fördergelder beantragt, aber noch nicht bekommen", bedauert Myrach.

Dieses Angebot wolle man unbedingt einrichten, weil den meisten Geflüchteten der Kontakt zu ihren Familien sehr wichtig sei, verdeutlicht Blanc: "Sehr viele kommen ja auch nur mit einigen Dokumenten und Handy hier an." Zudem könnten, ebenfalls unterstützt von Ehrenamtlichen, im Treffpunkt auch Bewerbungen geschrieben sowie nach Jobs und Wohnungen gesucht werden. "Mit dem Wechsel der Zuständigkeit nach Abschluss des Asylverfahrens ist auch das ein großes Thema."

 Am Sonnabend wird der Treffpunkt eröffnet

Erstmals geöffnet ist der Treffpunkt „Zur Vielfalt“ am Sonnabend, 8. April, von 11 bis 15 Uhr. Es ist in Haus 3 des Bundessortenamtes in Rethmar, Hauptstraße 1 bis 5. Die Begrüßung übernimmt Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch.
An diesem Tag werden die geplanten Angebote wie der interkulturelle Treffpunkt und die Beratungsmöglichkeiten vorgestellt. Auch die Fahrradwerkstatt soll geöffnet werden, um zu zeigen, was dort so alles geschieht. Zudem gibt es ein Rahmenprogramm etwa mit Glücksrad und kleinen Preisen, Schminken, Pflastermalen, Basteln und Floristik. Um 14 Uhr tritt ein KGS-Chor unter Mitwirkung der Sprachlernklasse auf. Zur Stärkung gibt es deutsches und orientalisches Essen.

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Von Sandra Köhler

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