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Heike Klars Traumgarten landet im Fernsehen

Sehnde Heike Klars Traumgarten landet im Fernsehen

Wenn am 9. April um 8.40 Uhr die Sendung MDR Garten über den Bildschirm flimmert, wird Heike Klar mit ihrer Familie gespannt vor den Fernseher sitzen. In der Rubrik Gartenträume ist dann nämlich der Beitrag zu sehen, für den ein Kamerateam die Acrylkünstlerin im vergangenen Juli gefilmt hat.

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Heike Klar in ihrem Vorfrühlingsgarten an der Magnolie, die es der Fernsehjournalistin so angetan hatte.

Quelle: Sandra Köhler

Ilten. Ins Rollen gekommen war alles über die Initiatorin der "Offenen Pforte in und um Hannover", Gesa Klaffke-Lobsien. "Bei der hatte die MDR-Journalistin Sabine Zessin, die selbst in Hannover wohnt, angefragt, ob sie nicht einen Garten wüsste, der sich für eine Vorstellung eigne", erläutert Klar die Zusammenhänge. Dass Klaffke-Lobsien auf sie verwiesen hatte, mit den Worten "Der Garten von Heike ist total schön" - das ging der leidenschaftlichen Malerin und Inhaberin eines Ateliers runter wie Öl.

Als sie seinerzeit wiederum über Freunde zur Offenen Pforte kam, war sie sich nicht sicher gewesen, ob sie sich überhaupt bewerben sollte. "Es gibt so viele Leute, die richtig viel Geld in ihre Gärten investieren. Bei uns herrscht kreatives Chaos", sagt Klar. "Und wir haben eben einen Familiengarten, unser grünes Wohnzimmer." Genau das hatte es Klaffke-Lobsien auf Anhieb angetan: Ein Garten mit gemütlichen Ecken zum Wohlfühlen, der Hängematte, einem Steg zum Graben hinter dem Haus, auf dem die Söhne mit dem Floß fuhren. Und dem Naschpfad mit Heidel-, Him-, Johannes-, und Brombeeren.

Und auch die Fernsehfrau kam und war begeistert. "Die liebt den schwedischen Stil und war ganz begeistert, als sie unser blaues Holzhaus sah", erinnert sich Klar an die erste Begegnung. Beide kamen ins Plauschen über die bewusste Gestaltung des 1997 erworbenen Grundstücks, bei dem Klars Mann jeden Pflasterstein selbst gesetzt hat. Ins Fachsimpeln darüber, dass üppiges Bepflanzen mit Stauden den hartnäckigen Ackerschachtelhalm am besten in seine Grenzen weist. Und dass das Abschneiden von Rosenknospen nach einem langen Arbeitstag auch für Männer entspannend, ja geradezu meditativ sein kann.

Alltagsgeschichten wie die zutrauliche Entenschar auf Futtersuche, die für Besucher der offenen Pforte zu einem willkommenen Fotomotiv geworden war:  Auch die werden in dem zwei- bis vierminütigen Betrag zur Sprache kommen, für dessen Dreh das Fernsehteam einen kompletten Tag im Juli 2016 nach Ilten kam. "Wir waren kurz vor dem Dreh in Grömitz im Urlaub gewesen und haben uns erschrocken, als wir zurückkamen. Der Wind hatte einiges angerichtet. Und der Buchsbaumpilz zugeschlagen." Familie Klar schaltete also zügig vom Urlaubs- in den Gärtnermodus. Doch auch die künstlerische Ader Klars, für die auch die Pflanzen in ihrem grünen Paradies Modell stehen, hat Kameramann Andreas eingefangen. Und der Tontechniker war von einem ihrer Acrylbilder so begeistert, dass er es spontan für seine Lebensgefährtin erwarb.

Dass sie ein sehr höflicher und kommunikativer Mensch ist, gesteht Heike Klar frank und frei ein. Eben das machte es ihr bei den Dreharbeiten anfangs ein wenig schwierig: "Ich habe immer versucht, den Kameramann und den Tontechniker miteinzubeziehen. Bis die sagten: "Heike, du musst ganz böse sein und uns total ignorieren." Noch heute schmunzelt sie bei dieser Erinnerung. Doch auch professionelle Fernsehmenschen sind vor Überraschungen nicht gefeit: "Mitten in der Aufnahme eines sogenannten O-Tons klingelte das Handy von Frau Zessin", sagt Klar. Das habe natürlich sofort Frozzeleien ihrer Kollegen nach sich gezogen.

  MDR Garten: Gartenratgeber des mitteldeutschen Rundfunks

Die Gartensendung gehört trotz der Sendezeit am frühen Sonntagmorgen zu den beliebtesten Formaten des MDR. Rund 11 Prozent Marktanteil hatte beispielsweise die am 5. März ausgestrahlte Folge und ist damit ähnlich beliebt wie MDR aktuell. Seit Jahren können sich Zuschauer dort mit Pflanztipps, Blumenneuheiten und Rezepten aus der Gartenküche versorgen und sich Fragen beantworten lassen - und einen Blick in interessante Gärten werfen. Wie den von Heike Klar. Die öffnet ihren Garten am Lerchengrund 9  am Sonnabend, 19., und Sonntag, 20. August, jeweils von 13 bis 17 Uhr für das Publikum. Gegen Spenden, die je zur Hälfte an die Christoffel-Blindenmission und an JuLe gehen, den Verein zur Förderung der Jugendarbeit in der Lehrte Markuskirchengemeinde, gibt es Kaffee und Kuchen.

  Offene Pforte bringt Gartenfreunde zusammen

Bei der offenen Pforte öffnen deutschlandweit Gartenbesitzer in den Sommermonaten ihre Grundstücke meist kostenlos für die Öffentlichkeit. Viele Gartenfreunde nutzen dies, um sich Anregungen zu holen, auszutauschen und Kontakte unter Gleichgesinnten zu knüpfen. Die Geschichte der "Offenen Gärten" geht auf eine Initiative in England zurück. 1927 wurde zum Andenken an Königin Alexandra der National Gardens Scheme Charitable Trust gegründet. Die 1925 verstorbene Königin hatte sich stets für Arme und Kranke engagiert. Anlässlich der Aktion "Offene Gärten" öffneten Gartenbesitzer ihre attraktiven Privatgärten für Besucher an bestimmten Tagen mit dem Ziel, das Erlebnis mit dem Nützlichen zu verbinden und die Eintrittsgelder einem Hilfsfonds für die Krankenpflege zukommen zu lassen. Die Idee wurde Anfang der Neunzigerjahre in Norddeutschland aufgegriffen. Auch die Gartenregion Hannover beteiligt sich.

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Von Sandra Köhler

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