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Gedenkstein steht nun vor Hof Bortfeld

Sehnde Gedenkstein steht nun vor Hof Bortfeld

Der Gedenkstein für Carl Hermann Osterwald, den einzigen im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 gefallenen Soldaten aus Sehnde, hat nun einen Platz vor Hof Bortfeld an der Nordstraße 10 in Sehnde gefunden.

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Hofbesitzer Otto Bortfeld (von links), Heimatbundchef Heinz-Siegfried Strelow, Sehndes Ortsbürgermeister Helmut Süß und sein Stellvertreter Hartmut Völksen freuen sich, dass der Gedenkstein endlich wieder steht.

Quelle: privat

Sehnde. Mitarbeiter des Bauhofes hatten die Stellfläche vorbereitet und den rund 350 Kilo schweren Obelisk dort kürzlich vorsichtig platziert. Der Stein hatte zuvor jahrelang unbeachtet und verwittert am Rande des Parkplatzes vor dem Sehnder Stadion gestanden. Als dort die Straße Am Stadion ausgebaut und saniert wurde, lagerten Bauhofmitarbeiter den Gedenkstein zunächst auf dem Bauhof.

Nun ist das Denkmal an den Ort zurückgekehrt, von dem Osterwald ursprünglich stammte. Seine Familie hat den Hof an der Nordstraße offensichtlich bis 1905 bewirtschaftet. "Ein inhaltlicher Bezug zur Vergangenheit des Gefallenen ist damit gegeben", erklärte Sehndes Ortsbürgermeister Helmut Süß bei der Wiederaufstellung des Steines. Der Ortsrat hatte die Fläche vor dem Hof daher auch favorisiert.

Der Sehnder Heimatbund hatte sich zwischenzeitlich auch darum bemüht, dass der Stein auf dem alten Friedhof an der Kreuzkirche aufgestellt wird. Der Kirchenvorstand hatte dies jedoch abgelehnt. Auf dem Friedhof sollten grundsätzlich keine neuen Grab- oder Gedenksteine gesetzt werden. Der Stein sei außerdem ein Denkmal für die Öffentlichkeit und müsse deshalb auch wieder im öffentlichen Raum aufgestellt werden, lautete seinerzeit die Begründung.

Carl Hermann Osterwald war  1870 als Soldat der ersten Kompanie des Hannoverschen Füsilierregiments Nummer 73 in den deutsch-französischen Krieg gezogen und am 16. August 1871 an den Folgen eines Bauchschusses auf Schloss Aubigny bei Metz gestorben - so steht es zumindest auf seinem Denkmal. Dass nun ein Stein an ihn erinnert, findet Heimatbundchef Heinz-Siegfried Strelow umso wichtiger. "Über den ersten und zweiten Weltkrieg erfahren die Kinder noch in der Schule etwas, aber der Krieg von 1870/71 ist mittlerweile völlig in Vergessenheit geraten", sagte Strelow.

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Eine Inschrift auf dem Balken über dem Scheunentor erinnert noch an die Familie Osterwald, die den Hof bis 1905 bewirtschaftetet hat.

Quelle: privat

Von Katja Eggers

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