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Geldstrafe für Nötigung eines Siebenjährigen

Köthenwald/Ilten Geldstrafe für Nötigung eines Siebenjährigen

Ein 28-jähriger Mann aus Sehnde ist vom Landgericht Hildesheim wegen Nötigung eines siebenjährigen Jungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte das Kind aufgefordert, sein Geschlechtsteil zu zeigen - doch der Junge konnte vorher entkommen.

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Das Urteil gegen einen 28-jährigen Sehnder ist noch nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft noch nicht entschieden hat, ob sie Revision einlegt.

Quelle: Symbolbild

Köthenwald. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und eine Unterbringung in der Psychiatrie gefordert. Die Tat hat sich am 20. März vergangenen Jahres zugetragen. Der Siebenjährige hatte sich mit Freunden auf dem Bolzplatz an der Hugo-Remmert-Straße in Ilten verabredet. Als diese nicht erschienen, lief der Junge hinter einen Erdhügel, um nach ihnen zu suchen - und traf auf den 28-Jährigen.

Dort hielt ihn der Mann fest und forderte ihn auf, seine Hose herunterzuziehen und sein Geschlechtsteil zu zeigen. Doch dazu kam es nicht - der Junge konnte sich losreißen und flüchten. Zu Hause erzählte er seiner Mutter von dem Vorfall, die die Polizei alarmierte. Eine Fahndung blieb jedoch erfolglos. Erst durch einen Zeugenhinweis konnte der Täter einige Tage später festgenommen werden.

Bei dem 28-Jährigen handelt es sich um einen Patienten des Klinikums Wahrendorff, der unter Betreuung steht und seit der Tat in einer geschlossenen Abteilung lebt. Er hatte bei der Polizei ein „Gespräch“ mit dem Jungen eingeräumt. Weil es nicht zum Vollzug kam, wurde nur wegen Nötigung und nicht wegen sexuellem Missbrauch ermittelt. Da der 28-Jährige bislang noch nicht strafrechtlich auffällig geworden ist und der Gutachter dem Angeklagten kein Gefährdungspotenzial für die Zukunft bescheinigte, erkannte das Landgericht Hildesheim auf eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen - und verzichtete auf die Einweisung in die Psychiatrie.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Denn ob die Staatsanwaltschaft Revision einlegt, steht nach Aussage von Gerichtssprecher Felix Muntschick noch nicht fest. Sie hatte die Gefährdungslage für die Zukunft anders eingeschätzt und eine Freiheitsstrafe von einem Jahr sowie die Unterbringung in der Psychiatrie gefordert.

Darüber hinaus hat das Landgericht Hildesheim gestern einen weiteren Patienten des Klinikums Wahrendorff wegen Körperverletzung schuldig gesprochen. Der 57-Jährige hatte in drei Fällen Mitpatienten sowie Pflegekräfte ohne Grund mit der Faust geschlagen. Da er wegen einer psychischen Erkrankung nicht schuldfähig ist, ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Psychiatrie an. Wo diese sein wird, ist bislang noch offen.

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