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Gemeinde baut Glockenturm auf Friedhof

Sehnde Gemeinde baut Glockenturm auf Friedhof

Trauerfeiern können auf dem Sehnder Friedhof möglicherweise noch in diesem Jahr durch den Klang einer Glocke gewürdigt werden. Die evangelische Kirchengemeinde ist ihrem Ziel, hinter der Kapelle einen Glockenturm zu errichten, ein großes Stück näher gekommen.

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So soll der Glockenturm auf dem Friedhof aussehen: Ingenieur Michael Frehrking hat sich beim Entwurf von den „Betenden Händen“ von Alfred Dürer inspirieren lassen.

Quelle: Fotocollage: Peiner Ingenieurbüro

Sehnde. Ein Entwurf liegt bereits vor: Der Turm soll aus zwei Stahlstelen bestehen, in deren Mitte die Glocke in einer Höhe von etwa sechs bis sieben Metern hängen wird. Ingenieur Michael Frehrking vom Peiner Ingenieurbüro hat sich bei der Formfindung von Engelsflügeln und dem bekannten Motiv der betenden Hände von Albrecht Dürer inspirieren lassen. „Einen Glockenturm in dieser Form gibt es bisher noch gar nicht - das müsste ich mir sogar noch patentieren lassen“, sagt Frehrking. Er ist der Bruder von Damaris Frehrking, Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde.

Die längliche Grundform des Turms hat der Ingenieur an den ursprünglichen Glockenturm angelehnt, der einst vor dem Bonhoefferhaus stand. Nach der Entwidmung des Hauses und dessen Verkauf an die Stadt wollte die Gemeinde den alten Turm samt seiner Glocke eigentlich auf den kommunalen Friedhof versetzen. Die Pläne scheiterten jedoch: Die Aufstellung des Turms war zu aufwendig. Die Glocke musste zurück an die Kirchengemeinde Rethmar gegeben werden - der Klangkörper war nur eine Leihgabe.

Die Suche nach einer gebrauchten Glocke ist bisher ebenfalls erfolglos verlaufen. „Entweder haben der Klang oder die Größe nicht gepasst“, sagt Pastor Uwe Büttner. Nun will die Gemeinde eine neue Glocke gießen lassen.

Für Glocke und Turm müssen rund 30.000 Euro aufgebracht werden. Auf dem treuhänderischen Konto des Fördervereins sind bisher bereits 12.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Büttner hofft auf weitere Spenden.

Da die Fläche, auf der der Turm errichtet werden soll, auf dem städtischen Friedhof liegt, müssen zudem noch Politik und Verwaltung grünes Licht geben.

Von Katja Eggers

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