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Wahrendorff: Mitarbeiter bekommen mehr Geld

Sehnde Wahrendorff: Mitarbeiter bekommen mehr Geld

Geschäftsführung und Betriebsrat des Klinikum Wahrendorff haben sich ihn ihrem Streit ums Gehalt geeinigt: Zum Endes dieses Jahres erhalten die Mitarbeiter eine einmalige Sonderzahlung über 1000 Euro. Anfang nächsten Jahres gibt es dann eine Gehaltserhöhung von 3 Prozent.

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Das Klinikum Wahrendorff beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter.

Quelle: Archiv: Achim Gückel

Sehnde. "Jeder profitiert von der Sonderzahlung über 1000 Euro, egal ob ungelernte Pflegekraft oder Arzt", freut sich Beriebsratsschef Hartmut Völger über die Einigung. Schüler und Angestellte im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) erhalten einen einmaligen Bonus über 300 Euro. Und ab Januar gibt es für die Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung von 3 Prozent. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Er signalisiert die Bereitschaft, den Mitarbeitern etwas zu geben", sat Völger. Dennoch liege die Bezahlung im Klinikum immer noch weit unter dem Tarif des öffentlichen Dienstes (TVöD).

Seit Monaten verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat über eine Gehaltserhöhung für die Mitarbeiter. Die Geschäftsführung war bislang gegen eine gleichmäßige Anhebung aller Berufsgruppen. "Wir wollten vor allem die Pflegekräfte stärker am Anstieg teilhaben lassen", sagt Geschäftsführer Rainer Brase. Hintergrund ist der Arbeitsmarkt, auf dem Pflegekräfte zurzeit stark gefragt und damit schwer zu bekommen sind. Aber auch Brase ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden: Im Zuge der Einmalzahlung habe man eine "überproportionale Steigerung für unsere größte Mitarbeitergruppe von über 700 Pflegekräften" vereinbaren können. Die Sonderzahlung erhalten alle Mitarbeiter neben dem Weihnachtsgeld.

Auch bei der Anhebung der Gehälter will das Unternehmen nun für seine Mitarbeiter mehr Geld locker machen als geplant. Statt der vereinbarten 2,35 Prozent sollen die Gehälter im Januar 2017 um 3 Prozent steigen. Die Geschäftsführung will ihr Vergütungssystem auch noch weiter anpassen. "Feste, planbare Erhöhungen sind für die Beschäftigten und unsere Attraktivität im Arbeitsmarkt vorteilhafter. Daher streben wir diese vorrangig an", ist Brase überzeugt.

Die solide weitere Entwicklung des Klinikum Wahrendorff stehe im Vordergrund - mit sehr guten Leistungsangeboten ebenso wie mit familienfreundlichen Arbeitsplätzen. "Dazu gehört auch eine attraktive Vergütung und ein interessantes Bonuspaket", sagt Brase.

Betriebsrat setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen ein

Der Betriebsrat kämpft zusammen mit der Gewerkschaft Verdi immer noch für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der rund 1400 Mitarbeiter im Klinikum Wahrendorff. Um personelle Lücken im Pflegebereich der Klinik zu schließen, hatte die Geschäftsleitung in den vergangenen Wochen auch Personal aus den Tageskliniken - etwa in Lehrte - abgezogen.

"Diese Leute sind sehr unzufrieden", sagt Betriebsratschef Hartmut Völger. Und es könne auch nicht sein, dass Lücken beim allgemeinen Personalstamm etwa mit Pflegeschülern geschlossen würden. Der Betriebsrat will daher weiterhin Treffen anbieten, bei denen die Beschäftigten ihre Sorgen loswerden können.

Am Mitwoch, 23. November, treffen sich die Mitarbeiter ab 17 Uhr wieder im Restaurant Steiner in Ilten. Für eine der nächsten Betriebsratssitzungen im Klinikum hat zudem der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch sein Kommen angesagt.

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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