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Grundschule Breite Straße macht Literatur mal anders

Sehnde Grundschule Breite Straße macht Literatur mal anders

Gleich drei Autorinnen aus der Region Hannover haben in der Sehnder Grundschule Breite Straße ein interaktives Literaturfeuerwerk abgebrannt.

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Aus welchem Buch soll ich vorlesen? Autorin Nina Weger lässt die Schüler darüber abstimmen. 

Quelle: Sandra Köhler

Sehnde.  Nur alle vier Jahre liest die ganze Grundschule Breite Straße – am Dienstag war es wieder so weit: Drei Autorinnen aus der Region Hannover machten den 300 Kindern der 13  Klassen in drei parallelen Lesungen das klassische Buch schmackhaft. Und zwar mit allen Mitteln, bei denen es nicht nur ums Lesen und Zuhören ging

Mit vollem Körpereinsatz

Mit vollem Körpereinsatz: Bei der Lesung von Antje Szillat können die Kinder mitmachen.

Quelle: Sandra Köhler

Nina Weger, die nach Zeitungsjournalismus und Drehbüchern seit acht Jahren Kinderbücher schreibt – „das macht mir auch am meisten Spaß“ – ließ ihre Zuhörer darüber abstimmen, aus welchem Buch sie denn vorlesen solle. Nach einem Stechen war es dann „Ein Krokodil taucht ab (und ich hinterher)“, in dem Paul in die Kanalisation steigt, um seinen versehentlich durchs Klo gespülten Mississippi-Alligator Orinoko zu retten. „Ich bin selbst auch in die Kanalisation gestiegen, bevor ich das Buch geschrieben habe. Das stimmt also alles“, sagte sie und fügte hinzu: „Ich erzähle euch auch gerne ein paar Geschichten vom echten Schwein Max, dem Vorbild für den Max in der ‚Saubande.’“

Kuschelig und gemütlich geht es zu bei der Bilderbuchlesung mit Stephanie schneider 

Kuschelig und gemütlich geht es zu bei der Bilderbuchlesung mit Stephanie schneider. 

Quelle: Sandra Köhler

Antje Szillat hatte nicht nur ihren Helden Flätscher im Miniformat dabei (“demnächst geht er in Großformat mit auf Lesereise“), sondern ließ die Kinder aktiv in die Geschichte einsteigen. „Ich lese nicht, ich spiele ein ganzes Programm.“  So mimten die beiden kleinsten Mädchen die Stinktiere, die in die Hosenbeine des Spitzenkochs Bode krochen, als der Flätscher, das coolste Stinktier der Stadt, bei der Suche nach seiner Lieblingsspeise Semmelknödel erwischte und einfing. Andere machten dazu passende Geräusche. Jeder, der mitmachte oder Fragen richtig beantwortete, bekam eine Belohnung: angefangen von Stickern bis hin zu einem Buch. 

Die Helden aus Nina Weger Saubande- gebastelt von Schülern der Grundschule Breite Straße 

Die Helden aus Nina Weger Saubande- gebastelt von Schülern der Grundschule Breite Straße. 

Quelle: Sandra Köhler

Stephanie Schneider hatte für die Jüngsten aus dem Schulkindergarten und der ersten Klasse die Bilderbücher „Mias Bohne“ und „Elefanten im Haus“ mitgebracht, dazu Autogrammkarten und Bohnen zum Einpflanzen. „Elefanten sind meine Lieblingstiere“, verriet sie bei der Lesung, die sie ganz gemütlich auf Decken am Boden abhielt. 

Wie pflanzt man Bohnen

Wie pflanzt man Bohnen? Die Anleitung zum Buch Mias Bohne haben Schüler ebenfalls erstellt. 

Quelle: Sandra Köhler

„Die Kleineren sind so unmittelbar in ihren Reaktionen, das mag ich total gern.“ Nicht nur die Kinder, auch das Vorbereitungsteam aus Fachkonferenzleiterin Deutsch Martina Borm, Annika Knauth-Pintag, Sina Cochanski, Claudia Holzapfel und Kathrin Rathmann war begeistert von ihren Bilderbüchern. „Die sind so schön realistisch“, sagte Holzapfel. „Ich schreibe Bücher so, dass man sie gut nachspielen kann“, erklärte Schneider. 

Flätscher, das coolste Stinktier der Stadt, coll in Szene gesetzt von den Grundschülern der Breiten Straße 

Flätscher, das coolste Stinktier der Stadt, coll in Szene gesetzt von den Grundschülern der Breiten Straße. 

Quelle: Sandra Köhler

Alle drei Autorinnen waren überaus begeistert davon, wie sich die Kinder auf ihren Besuch vorbereitet hatten. Sie hatten Protagonisten gebastelt und gemalt, eine Pflanzanleitung für Bohnen zusammengestellt, sich mit dem Leben der Schriftstellerinnen beschäftigt und Plakate gemalt. „Das haben wir gemacht, damit wir schon etwas wissen und es uns und der Autorin Spaß macht“, fasste es Amin aus der 4a zusammen.

Von Sandra Köhler

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