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Ganztagsschule Höver braucht viel Platz

Sehnde Ganztagsschule Höver braucht viel Platz

Im August soll die Grundschule Höver eine Ganztagsschule werden. Doch bereits jetzt ist es in dem zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sehr eng. Um sich ein Bild von den Bedürfnissen zu machen, besichtigten die Mitglieder des Ratsausschusses Schule, Sport, Kultur, Soziales das Gebäude.

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Die Mitglieder des Schulausschuss schauen sich die Raumsituation in der Grundschule Höver an.n

Quelle: Sandra Köhler

Höver. Sechs Klassenräume, von denen zwei an der Hort abgegeben werden müssen, drei weitere Klassenzimmer in Containern, Toiletten, Hausmeisterraum, Putzmittelraum: Das ist nicht üppig - zumindest nicht für eine Schule mit veranschlagter Zweizügigkeit. Schon gar nicht für eine, die für die kommende Ganztagsbeschulung Platz zum Mittagessen und Rückzugsräume vorhalten muss. Bereits jetzt fehlen Materialräume, die Schränke stehen auf dem Gang. "Ich bestelle schon keine Materialien für Musik, weil ich nicht weiß, wohin damit", sagte Schulleiterin Maike Schroer. Der Hausmeister ist aus seinem Raum in ein fensterloses Minizimmer im Container gezogen, um Platz für den Kopierer zu schaffen. Sekretärin und Schulleiterin teilen sich ein Büro. Der Werkraum über der Turnhalle ist aus Brandschutzgründen nicht nutzbar. Ein zweiter Notausgang wäre nur mit sehr großem Aufwand zu installieren, sagte Fachbereichsleiter Wolfgang Bruns.Ohne einen Anbau gehe es nicht. Rund 630 fehlende Quadratmeter hat Bruns in seiner Raumbedarfsplanung ausgemacht. Dabei hat er sich zum einen an den örtlichen Gegebenheiten, zum anderen am Standardraumprogramm der Landeshauptstadt Hannover orientiert und 55 Quadratmeter pro Klassenraum, 50 Quadratmeter pro Fachraum sowie 20 Quadratmeter für einen kombinierten Entspannungsraum mit Schülerbücherei und 52 Quadratmeter für die Mensa veranschlagt. Das erschien Wolfgang Tobold (SPD) mit Blick auf größere Klassenstärken zu gering bemessen. Die Ausschussmitglieder folgten seinem Antrag, für Klassen und Fachräume jeweils 60 Quadratmeter, 30 für den Entspannungsraum und bis 60 Quadratmeter für die Mensa vorzusehen, mehrheitlich. "Dann müssen wir aber den Eltern verkaufen, dass der Schulhof kleiner wird", wandte der Ausschussvorsitzende Sepehr Sardar Amiri (CDU) ein. Ohnehin befände sich dessen Größe dann mit 600 bis 700 Quadratmeter am unteren Limit des Machbaren, ergänzte der Fachbereichsleiter.

Aus Platzgründen am sinnvollsten sei es, den Anbau von der Eingangshalle in Richtung Kletterspinne zu errichten. Ob der nun wirklich zweigeschossig wird - das würde Tobold zufolge aus Inklusionsgründen einen Aufzug notwendig machen - wird erst nach Vorliegen einer Entwurfsplanung durch einen Architekten zu entscheiden sein. Diese befürworteten die Politiker. Der Anbau kommt keinesfalls vor 2018. Eine zügige Entlastung bringe es, Computerraum und Schulverwaltung in der 110 Quadratmeter großen Dachgeschosswohnung unterzubringen, sagte Bruns. Für das Mittagessen brachte Elisabeth Schärling (CDU) als Provisorium das nahegelegene Heim der Schützengesellschaft Höver ins Gespräch. Man sei da durchaus offen, wenn es denn Sinn mache, hieß es aus dem Verein. Bitte aber um eine offizielle Anfrage vor der nächsten Mitgliederversammlung.

Konzept zur erweiterten Nachmittagsbetreuung gewünscht

Mit der Einführung der Ganztagsschule in Höver kommt die Stadt den Wünschen vieler Eltern entgegen. Doch sie deckt damit nicht alle benötigten Betreuungszeiten ab. Wie können Eltern, die bisher einen Hortplatz haben, und diesen aufgeben, weil sie ihr Kind an der Ganztagsschule anmelden, Ferienzeiten überbrücken? Diese durchaus grundsätzlich interessante Frage stellte Elisabeth Schärling (CDU). Da komme die  Ferienbetreuung ins Spiel, sagte Fachdienstleiter Wolfgang Bruns. Noch sei dieses Angebot in Sehnde nicht ganz so breit vertreten, solle aber sukzessive ausgeweitet werden. Die Stadt bietet momentan für maximal 20 Grundschulkinder in  den Oster-, Sommer- und Herbstferien, jeweils montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, eine verlässliche Ferienbetreuung für Grundschüler an, deren Eltern berufstätig sind. Wolfgang Tobold (SPD) mahnte zudem das Konzept der nachschulischen Betreuung an, für das der Rat 15 000 Euro bewilligt habe.

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Von Sandra Köhler

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