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SPD und Grüne fordern ein Familienzentrum

Sehnde SPD und Grüne fordern ein Familienzentrum

Der "Familienstadt Sehnde", so wie es das Logo unter dem Wappen auf der Internetseite betont, würde ein eigenes Familienzentrum gut zu Gesicht stehen. Das findet jedenfalls die Gruppe SPD/Grüne im Rat. Sie hat einen Antrag eingebracht, dafür ein Konzept zu erarbeiten und nach einem Standort zu suchen.

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Statt die in die Jahre gekommene städtische Kita in der Ladeholzstraße zu sanieren, könnten sich SPD und Grüne vorstellen, dort ein Familienzentrum neu zu bauen und die Kita zu integrieren.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. "Der Bedarf für ein generationsübergreifendes Angebot in Sehnde ist da", befindet Olaf Kruse, SPD-Fraktionsvorsitzender und Gruppensprecher. Dort hätte man Ansprechpartner für Themen von der Erziehung bis zur Rente. Ein Familienzentrum sei gerade für Neubürger hilfreich, sich schneller in der Stadt zu orientieren und zu integrieren.

Derzeit werde vieles noch privat in Eigeninitiative organisiert. "Dieses hohe ehrenamtliche Engagement müssen wir unterstützen", sagt Kruse. Stillgruppen etwa, die sich bisher in einer Wohnung treffen, könnten dort Räume nutzen. Die Begegnungsstätte an der Peiner Straße platze schon heute aus allen Nähten und könne dies nicht leisten. In einem Familienzentrum könnten sich auch ältere Menschen einbringen und etwa junge Eltern unterstützen, kann sich Kruse vorstellen. Der genaue Bedarf müsse noch erfragt werden.

Die Stadt Hannover habe es bereits vorgemacht, führt die Gruppe aus. Dort seien bereits seit einigen Jahren Kindertagesstätten in verschiedenen Stadtteilen erfolgreich zu Familienzentren weiterentwickelt worden. Inzwischen seien fast 40 solcher Einrichtungen nach diesem Konzept
entstanden, verdeutlicht Kruse: "Dort gibt es vielfältige bedarfsgerechte Angebote für die ganze Familie, die die im Kindertagesstättengesetz geregelte Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern ergänzen." Dazu zählten beispielsweise Sprachkurse, Beratungsangebote zu unterschiedlichen Lebensfragen, Angebote zur Gesunderhaltung sowie Baby- und Stillgruppen.

Außer ein Konzept zu erarbeiten, soll die Verwaltung auch nach einem geeigneten Standort suchen. Das Familienzentrum sollte jedoch möglichst in Sehnde-Mitte liegen, sagt Kruse. Denkbar sei eine solche Einrichtung eventuell auf dem Gelände der Kindertagesstätte Ladeholzstraße. "Das Gebäude hat seinen Zenit überschritten, eine Sanierung würde viel Geld kosten", meint Kruse. Bei einem Neubau könnte die Kita eventuell in das Familienzentrum integriert werden. Aber auch das geplante Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Keramischen Hütte, wo auch eine Kita geplant ist, sei ein möglicher Standort.

Der Rat, so ist es schon abgesprochen, wird über den Antrag in seiner Sitzung in der nächsten Woche erst einmal nicht entscheiden, sondern ihn zur Beratung in die Ausschüsse für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Kindertagesstätten und Jugend verweisen.

Von Oliver Kühn

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