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Hammer kommt per Post

Sehnde Hammer kommt per Post

Den Senioren des DGB Sehnde ist jetzt ein ganz besonders dicker Fisch ins Netz gegangen: Ein Paket aus Heidelberg hat die Werkzeugsammler erreicht.

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Hammer, Hobel und Schleifmaschine: Die Sehnder DGB-Senioren Otto Lehmann (von links), Manfred Müller und Kurt Kletke holen allerlei Werkzeug aus dem Karton. Die Nähmaschine für Pelz und Leder (Bild rechts) stammt von einem Schuhmacher.Eggers (2)

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. „Wiegt genau 27,3 Kilo“, sagt Gewerkschafter Manfred Müller nach einem prüfenden Blick auf die Kofferwaage. Was in dem 50 mal 40 Zentimeter großen Pappkarton ist, weiß Müller allerdings zunächst nicht. Umso neugieriger macht er sich gemeinsam mit Otto Lehmann und Kurt Kletke ans Öffnen und Auspacken.

Aus dem Inneren holen die Helfer Werkzeug aller Art: sieben Hobel, fünf Beile, zwei Sägen, einen Handspaten, eine Rohrzange, zwei Hammer, eine Schleifmaschine, eine Kiste mit Schrauben und diverse Feilen.

„Prima, das können wir alles gebrauchen“, sagt Müller. Denn die Werkzeuge sind zwar alt, aber noch gut erhalten. Wie die anderen Werkzeugspenden geht auch der Inhalt des Überraschungspakets aus Heidelberg an den Verein Arbeit und Dritte Welt in Hildesheim. Langzeitarbeitslose arbeiten die Werkzeuge dort auf und geben sie schließlich in Entwicklungsländer weiter.

Gespendet wurden den DGB-Senioren in diesem Monat auch schon neun Nähmaschinen und zehn Fahrräder. In der Scheune an der Nordstraße lagern zudem Raritäten, wie die grüne Nähmaschine für Leder und Pelz samt Garnrolle. Die DGB-Senioren haben sie jüngst bei einem Schuhmacher abgeholt.

Abholen kommen die DGB-Sammler das ganze Jahr über. „Burgdorf, Laatzen, Misburg, Wennigsen - ich bin allein mit meinem Wagen im vergangenen Jahr an die 400 Kilometer gefahren“, sagt Kletke. Wenn nötig reisen die Ehrenamtlichen auch mit einem Hänger an. In Lehrte hätten sie diesen allerdings auch einmal getrost zu Hause lassen können. „Da haben wir mit was richtig Schwerem gerechnet“, sagt Müller. Die Fracht hatte sich letztlich als viel leichter entpuppt - eine ältere Dame übergab den Helfern lediglich ihre kleine Koffernähmaschine. Von Katja Eggers

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