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Bundesverdienstkreuze für das Ehepaar Heineke

Sehnde Bundesverdienstkreuze für das Ehepaar Heineke

Das hat es in der Region Hannover zumindest in den vergangen 15 Jahren nicht gegeben: Ein Ehepaar hat am Freitagmittag Bundesverdienstkreuze im Doppelpack bekommen. Dabei handelt es sich um Annegret und Heinrich Heineke aus Wehmingen.

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Heinrich und Annegret Heineke haben von der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz die Bundesverdienstkreuze und Urkunden verliehen bekommen.

Quelle: Claus Kirsch

Wehmingen/Hannover. Die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz hat den Heinekes die Orden im Haus der Region in Hannover angesteckt. Gewürdigt wurde mit der Auszeichnung der vielseitige ehrenamtliche Einsatz des Paares für das Allgemeinwohl – und das sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene.

So engagierte sich Heinrich Heineke seit 45 Jahren vor allem in der Kommunalpolitik. Von 1991 bis 2016 war er Ortsbürgermeister von Wehmingen. 40 Jahre gehörte er für die CDU dem Rat der Stadt Sehnde an, brachte sich in mehreren Ausschüssen und Gremien ein und war zudem elf Jahre lang Ratsvorsitzender. Mit seinem Ausscheiden aus Orts- und Stadtrat vor einem jahr wurde Heineke zum Erhrenbürger der Stadt Sehnde ernannt.

Als Kommunlapolitiker setzte sich der 67-Jährige insbesondere für eine verbesserte Infrastruktur in Wehmingen ein und machte sich unter anderem für die Gestaltung des Dorfplatzes, die Ausweisung neuer Baugebiete, den Bau des Kindergartens und die erfolgreiche Umsetzung der Dorferneuerung stark.

Als Landwirt lag Heineke zudem das Thema Zuckerrüben am Herzen. Als 1987 die Zuckerfabrik in Sehnde schloss, gründete und organisierte der Wehminger die Zuckerrübenabfuhrgemeinschaft. Zu den Erntezeiten kümmert sich Heineke bis heute um die Organisation und Disponierung der Abfuhrtermine. Von 1990 bis 2001 saß er zudem im Vorstand des Zuckerrübenanbauerverbandes Hannover Nord.

Darüber hinaus gehörte Heineke seit 1986 dem Trägerverein Schulhaus an, der sich um die Verwaltung und Betreuung des Dorfgemeinschaftshauses kümmerte. Er arbeitete zudem im Kirchenvorstand mit und war an der Gründung der Kirchenstiftung Nicomi der evangelischen Gemeinden Bolzum und Wehmingen beteiligt. 2012 wurde Heineke für seine 40-jährigen Dienste in der Wehminger Feuerwehr ausgezeichnet.

Ehefrau Annegret engagiert sich seit vielen Jahren vor allem im kirchlichen und sozialen Bereich. Sie gilt als tragende Säule der Kirchengemeinde Wehmingen und ist dort seit 1994 im Vorstand. Bis heute hat Heineke dort den Vorsitz inne. Sie arbeitet zudem als Lektorin in den Gottesdiensten und engagiert sich im Besuchsdienst der Gemeinde. Bei Bedarf pflegt sie auch den Friedhof. In der Nicomi-Stiftung initiierte sie musikalische Veranstaltungen und Feste. Im Trägerverein Schulhaus war die Wehmingerin jahrelang für die Verwaltung und Betreuung des Dorfgemeinschaftshauses zuständig.

Annegret Heineke engagierte sich aber auch über Wehmingen hinaus, etwa als Mitinitiatorin der Projektgruppe Stolpersteine, welche an die Sehnder Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Bis vor kurzem war Heineke zudem Vorstandsmitglied im Förderverein des städtischen Präventionsrates.

Dass sie das Bundesverdienstkreuz bekommen, haben die Heinekes im August erfahren. Beide hat die hohe Auszeichnung sehr überrascht. "Mich freut am meisten, dass meine Frau geehrt wird - sie hat mich trotz ihrer eigenen Ehrenämter stets unterstützt und mir vor allem viel Schreibkram abgenommen", betont Heinrich Heineke.

Von Katja Eggers

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