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Hilfeleistungen bestimmen Feuerwehr-Alltag

Sehnde Hilfeleistungen bestimmen Feuerwehr-Alltag

Zehn Prozent mehr Einsätze als 2014 - das ist die Bilanz der Feuerwehren im Stadtgebiet. Doch die Freiwilligen sehen mehr Arbeit auf sich zukommen. Dazu gehören Einsätze mit hilflosen Personen ebenso wie Einsätze durch ausgelöste Rauchmelder.

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Von Großbränden wie dem Scheunenbrand in Dolgen (Bild) über das Feuer in der KGS bis zu ABC-Gefahrguteinsätzen auf der A 2 reicht die Palette der Einsätze.

Quelle: Feuerwehr

Sehnde. Schon jetzt bestimmten technische Hilfeleistungen den Alltag der Aktiven. Sie haben die Einsätze bei Bränden auf den zweiten Platz der Statistik verdrängt, sagt Feuerwehrsprecher Tim Herrmann. Im vergangenen Jahr haben die freiwilligen Feuerwehren 112 technische Hilfeleistungen verzeichnet (2014: 80), dazu 42 Brandeinsätze (46) und 51 Fehlalarme (60). Sie haben 11-mal Nachbarschaftshilfe geleistet (10) und an vier Alarmübungen teilgenommen.

Darunter waren drei Großbrände: in der Alten Schmiede in Haimar im Februar, der verheerende Brand in der KGS im März und der Scheunenbrand in Dolgen im November, bei dem 15 Rinder umkamen. Aber auch kuriose Fälle wie die Rettung zweier Rinder aus einer Güllegrube sowie schwierige Einsätze für den ABC-Zug Region Hannover-Ost bei Gefahrgutunfällen auf der Autobahn 2 gehörten dazu.

Doch das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht, sagt Herrmann: Er rechnet in den nächsten Jahren mit noch mehr Einsätzen. Dies sei zum einen einer älter werdenden Gesellschaft geschuldet: „Einsätze mit hilflosen Personen, die nicht mehr in der Lage sind, nach einem akuten Krankheitsfall selbst ihre Türen zu öffnen, werden steigen.“

Zum anderen machen auch neue Gesetze mehr Arbeit, wie etwa die seit diesem Jahr geltende neue Vorschrift, in allen Wohngebäuden Rauchmelder zu installieren. Durch die akustische Signalwirkung werde ein größerer Kreis von Menschen aufmerksam gemacht, die daraufhin den Notruf wählen. „In der Regel wird es dann zu Feuerwehreinsätzen kommen“, erwartet Herrmann.

Ein Zukunftsmodell bei schwindenden Mitgliederzahlen haben die beiden Ortsfeuerwehren in Müllingen und Wirringen aufgezeigt. Sie fusionierten zur Ortsfeuerwehr Müllingen-Wirringen und haben 2015 ihre erste gemeinsame Jahresversammlung abgehalten.

von Oliver Kühn

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