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Hövers Bäcker macht bald dicht

Höver Hövers Bäcker macht bald dicht

In Höver macht bald der einzige Bäcker dicht: Ursachen sind fehlendes Personal und die Lage des Ladens. Danach gibt es lediglich noch einen Schnellimbiss und einen Kiosk im Dorf. Der Kiosk möchte seine Verkaufsfläche aber gern erweitern.

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Die Bäckerfiliale schließt bald und hat schon jetzt eingeschränkte Öffnungszeiten.

Quelle: Oswald-Kipper

Sehnde. Die Versorgung der Bäckereifiliale in Höver bereitet Inhaber Hans-Otto Thiele seit geraumer Zeit Probleme. „Mein Sohn ist aus dem Betrieb rausgegangen und hat jetzt einen eigenen Betrieb in Mehrum aufgemacht“, sagt Thiele, Inhaber der Moorbäckerei in Röddensen. Allein schaffe er das nicht mehr, zumal sein Betrieb neben dem Geschäft in Röddensen auch auf vielen Wochenmärkten in und um Hannover vertreten sei.

Aber auch die Lage der Filiale im Ort selbst sei nicht optimal, sagt Thiele. Vor allem die Parksituation vor dem Geschäft erschwere ihm immer wieder die Anlieferung, sagt der Bäcker. Und: „Die Fahrten dauern länger - vor allem durch Bauarbeiten in und um Hannover.“ Die Öffnungszeiten wurden in Höver deshalb schon jetzt um eine Stunde verkürzt. Zwischen Dienstag und Sonnabend ist das Geschäft jetzt von 6 bis 11 Uhr geöffnet. Am 24. Dezember soll dann endgültig Schluss sein. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht.

Neben einem Schnellimbiss verbleibt dann einzig noch der Kiosk im Ort. Peter Zander (55) betreibt den Laden an der Hauptstraße seit 1987. Neben Zeitschriften und Tabak hält Zander auch ein kleines Angebot an Lebensmitteln vor - unter anderem frische Backwaren, Konserven sowie Butter, Milch, Eier und Sahne. Handwerker decken sich bei ihm mit Kaffee ein. Außerdem verkauft Zander Fahrkarten für den Bus.

Zanders Geschäft läuft gut. Rund 140 Kunden hat er am Tag, sagt er. Daher möchte er seinen Laden am liebsten erweitern, sein Sortiment aufstocken und das Geschäft zu einer Art Dorfladen ausbauen. „Doch momentan gibt es an diesem Standort keine Möglichkeit dazu“, bedauert Zander.

Schützenhaus als Treffpunkt

Viele Höveraner bedauern die bevorstehende Schließung des Bäckers sehr. „Sonst gibt es ja in Höver nicht mehr viel“, sagt zum Beispiel Schützenchef Wolfgang Großmann. Im Ort gebe es keinen Laden mehr, in dem sich die Leute beim Einkauf träfen. Vielleicht seien gerade deswegen die Treffen beim Schützenverein an jedem ersten Freitag im Monat gut besucht. Es gebe jetzt auch im Hinblick auf die für Höver angekündigten 150 Flüchtlinge Überlegungen, das Schützenheim an mehreren Tagen zu einer Art Begegnungsstätte zu machen, sagt Großmann. Elisabeth Schärling vom Ortsrat sieht in dem Flüchtlingsheim auch Potenzial für Hövers Infrastruktur: „Die Flüchtlinge wollen ja vielleicht auch mal irgendwo etwas kaufen“, sagt sie.

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