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Hohenfels erlebt Ansturm wie noch nie

Wehmingen Hohenfels erlebt Ansturm wie noch nie

Wenn am Wochenende die Saison im Straßenbahnmuseum bei Wehmingen zu Ende geht, steht unter dem Strich ein Besucherrekord. Mehr als 12.000 Gäste und damit etwa 2000 mehr als im vergangenen Jahr haben 2015 das größte deutsche Museum dieser Art besucht. Grund dafür sind auch die vielen Veranstaltungen für die ganze Familie.

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Kinderbibeltag neben historischen Trams: Auch das gibt es jetzt im Straßenbahnmuseum auf Hohenfels.

Quelle: privat

Sehnde. „Wenn das auch im nächsten Jahr so bleibt, haben wir alles richtig gemacht“, sagt Bodo Krüger, Pressesprecher des Hannoverschen Straßenbahnmuseums (HSM) ein wenig stolz. Das kann er auch sein. Nahezu sämtliche Großveranstaltungen auf Hohenfels zogen in diesem Jahr mehr Besucher an als im vergangenen - darunter der Oldtimertag, das Oktoberfest und der Feuerwehrtag. Zum Regionsentdeckertag kamen dank der Ausweisung als Tourenziel in den Prospekten der Region 620 Gäste. 2014 waren es nur 179.

Auch für Veranstaltungen ganz anderer Art ist das HSM mittlerweile offen. So tummelten sich kürzlich 75 Kinder bei einem Kinderbibeltag der Kirchengemeinden Sehnde und Bolzum/Wehmingen zum Thema „Was macht mich im Leben stark“ auf dem ehemaligen Bergwerksgelände.

Der Grund für die steigende Beliebtheit liegt nach Meinung Krügers eindeutig in der Umstellung des Konzepts. Das HSM habe sich in den vergangenen fünf Jahren vom Technik- zum Familienmuseum gemausert. Ein Fahrsimulator für historische Bahnen und eine Hüpfburg wurden gekauft, ein Spielzimmer, ein Wickelraum und ein zweiter Gastraum geschaffen. Die Fahrstrecke für die historischen Trams ist nun drei Kilometer lang, die Außenstrecke zwei Kilometer. Es gibt ein neues Bistro mit erweiterter Speisekarte sowie bei besonderen Events ein Karussell und eine Zuckerwattemaschine. Auch den Fahrbetrieb der alten Bahnen hat das HSM intensiviert.

Für all das hat der Verein tief in die Tasche gegriffen. Auf bis zu 60.000 Euro schätzt Krüger die Investitionen. Allein das mit professionellen Geräten ausgestattete Bistro habe 12.000 Euro gekostet. Dazu kommen die Kosten für die Nordschleife, die Renovierung der Wagen und allerhand mehr. Doch die Besucher honorierten die Anstrengungen, sagt Krüger.

Ausruhen wolle man sich aber keineswegs. „Wir schauen immer in die Zukunft“, betont der Pressesprecher. Im nächsten Jahr soll die Außenstrecke auf insgesamt 2,7 Kilometer bis an den Kanal verlängert werden. Ob das geplante Fernmeldemuseum, das Tonbandmuseum und das Omnibusmuseum dann ebenfalls eröffnet werden können, sei noch nicht abzusehen, sagt Krüger.

Saison endet mit einem Feuerwerk

Zum Saisonabschluss lädt das Straßenbahnmuseum auf Hohenfels bei Wehmingen zu einem Herbstfest ein. Am Sonnabend, 24., und Sonntag, 25. Oktober, gibt es dort wieder Aktionen für alle Generationen. Am Sonnabend ist der Märklin-Insider-Stammtisch aus Hildesheim zu Gast und zeigt von 11 bis 17 Uhr seine Modellbahnanlagen. Am Sonntag können Besucher dank der bis 19 Uhr verlängerten Öffnungszeit auch Straßenbahnfahrten im abendlichen Scheinwerferlicht genießen. Für die Jüngsten gibt es einen Laternenumzug. Das Café bietet Waffeln, Bratwurst, Glühwein und Zuckerwatte an. Eine Premiere gibt es auch: ein Feuerwerk am Sonntagabend, das mit vielen Lichteffekten im Süden des Geländes gezündet wird und das Saisonfinale markiert. Der Eintritt kostet 7,50 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Kinder und 20 Euro für Familien. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Gleiches gilt am Sonntag für alle Kinder bis 15 Jahren, sofern sie eine Laterne dabeihaben.

Von Sandra Köhler

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