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Hoher Schaden durch Wasser in der Bücherei

Sehnde Hoher Schaden durch Wasser in der Bücherei

In der Bücherei in Ilten gab es kürzlich einen Wasserschaden. Kaum ein Buch war danach noch lesbar, der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. Jetzt öffnet die Bücherei wieder und die Stadt verhandelt mit den Versicherungen.

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Die vielen leeren Stellen in den Bücherregalen füllt Leiter Peter Jungclaus kreativ aus.

Quelle: Michael Schütz

Ilten. Es gibt eine reiche Auswahl von Autoren, deren Nachnamen mit dem Buchstaben E beginnen. In der Bücherei in Ilten allerdings sucht man Bücher von Umberto Eco, Michael Ende oder Åke Edwardson zurzeit vergeblich. Besonders die Bücher unter E sind dem Wasserschaden zum Opfer gefallen, den Handwerker im Juni bei Arbeiten an der Heizung verursachten. Nur ein Buch sei in dieser Sektion verschont geblieben, sagt Büchereileiter Peter Jungclaus. Trotz der seitdem fehlenden Bücher wird die Bücherei in der Glückauf Straße am Montag, 3. August, wieder ihre Pforten öffnen. Zu den regulären Zeiten zwischen 16 und 18 Uhr können sich Nutzer wieder Bücher ausleihen.

Der durch den Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogene Teppichboden ist mittlerweile wieder trocken und die Lücken in den Regalen sind großzügig verdeckt. Jungclaus hat Bücher mit dem Titel nach vorn auf Ständer gestellt. „Denn wenn die Leute Lücken im Regal sehen, drehen sie doch gleich wieder um“, meint er. Immerhin rund 4400 Bücher stünden aber weiterhin zur Verfügung.

Der Wasserschaden hat Jungclaus viel Arbeit gebracht. Selbst die nicht beschädigten Bücher, die beispielsweise nur ein paar Spritzer abbekommen haben, mussten abgewischt werden. „Ich hatte jedes Buch mindestens einmal in der Hand“, sagt der Büchereileiter.

Wann der Fehlbestand wieder aufgefüllt wird, ist noch nicht absehbar. Über den Gesamtschaden von 10.000 Euro steht die Stadt noch mit zwei Versicherungen in Verhandlung, erläutert Fachbereichsleiter Ralf Neumann. Dass das Rathaus bei der Beschaffung der Bücher in Vorleistung geht, schloss Neumann aus. „Das könnte Auswirkungen auf die Versicherungsleistungen haben“, meint er.

Jungclaus ist sich allerdings sicher, dass nicht jedes der verlorenen Bücher wiederbeschafft werden kann: „Einige sind bestimmt vergriffen.“

Von Michael Schütz

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Von Redakteur Kristian Teetz

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