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Hollari mit Frack und Pomade

Sehnde Hollari mit Frack und Pomade

Am Sonnabend haben die Comedian Harmonists des Theaters für Niedersachsen das Auftaktkonzert der neuen Spielzeit des Sehnder Kulturvereins gespielt - und begeistert.

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Mit Frack und Fliege und viel Pomade im Haar: Die Comedian Harmonists des TfN legen einen charmanten Auftritt hin.

Quelle: Eggers

Sehnde. Ihren wohl bekanntesten Song packen sie gleich zu Beginn aus: Die Comedian Harmonists des Theaters für Niedersachsen (TfN) legen zum Auftakt der neuen Spielzeit des Sehnder Kulturvereins mit dem unverwüstlichen Evergreen „Mein kleiner grüner Kaktus“ los.

Mit großen Gesten, ausdrucksstarker Mimik, Frack, Fliege und viel Pomade im Haar trällern sie am Sonnabend im Forum der Kooperativen Gesamtschule munter „hollari, hollari, hollaro“, piken sich bei der Liedzeile „und der sticht, sticht, sticht“ fröhlich gegenseitig mit den Fingern in die Rippen und stellen schließlich noch einen kleinen Plastikkaktus auf den Flügel.

Es folgen bekannte Lieder wie „Wochenend und Sonnenschein“, „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“. Die Sänger sind in ihrem Element. Sie singen, summen, seufzen und säuseln und schmachten mit Hingabe die Damen in der ersten Reihe an. Als Zugabe wird die Bar zum Krokodil besungen und noch einmal der kleine grüne Kaktus.

Musikalisch werden die fünf smarten Sänger von Pianist Achim Falkenhausen begleitet. Als Moderator bringt dieser den 120 Zuschauern zwischen den Liedern zudem Deutschlands erste Boygroup näher. „Kreischende Teenager, Frauen, die in Ohnmacht fielen und stundenlang für Konzertkarten anstanden - dieses Phänomen gab es nicht erst bei den Beatles, sondern schon um 1930 bei den Comedian Harmonists“, erklärt Falkenhausen.

Im Forum geht es bei der Eröffnung der neuen Spielzeit zwar deutlich gemäßigter zu, die Begeisterung des Publikums ist aber dennoch zu spüren. „Einen so kräftigen Applaus habe ich bei unseren Veranstaltungen selten gehört. Zwei Besucher haben sich sogar spontan für ein Abo entschieden“, sagt Inken Kinder vom Kulturverein.

Das freut auch den Vorsitzenden Rüdiger Beneke. Denn als Antwort auf die zurückgehenden Besucherzahlen hatte der Kulturverein sein Programm von bisher 15 auf jetzt nur noch elf Veranstaltungen abgespeckt. Mit den 120 Besuchern war Beneke am Sonnabend aber dennoch zufrieden. „Ich hätte mir zwar mehr gewünscht, aber zum Auftakt ist das okay“, sagte er.

Von Katja Eggers

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