Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Hotels werden zu Flüchtlingsheimen

Höver/Wehmingen Hotels werden zu Flüchtlingsheimen

Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke will die Pläne in Einwohnerversammlungen am 1. und 3. Dezember erläutern. 150 Menschen könnten bald im Hotel Zur Linde unterkommen, im Wehminger Hof sollen bis zu 25 Personen Platz finden.

Voriger Artikel
Alte Leitungen für Trinkwasser werden erneuert
Nächster Artikel
Die Schützen schießen jetzt mit Tablet

Im Hotel Zur Linde läuft derzeit noch der normale Betrieb. Im nächsten Jahr sollen hier Flüchtlinge unterkommen.Gückel

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. In Höver brodelt seit Wochen die Gerüchteküche. „Wir sind froh, dass jetzt Klarheit geschaffen wird“, sagt Friedrich Ostermeyer, stellvertretender Ortsbürgermeister von Höver im Hinblick auf die geplante Flüchtlingsunterkunft.

Nach den Plänen der Stadt sollen in dem 1900-Einwohner-Ort Höver ab dem nächstem Jahr bis zu 150 Flüchtlinge im Hotel Zur Linde unterkommen. In der Herberge, in der eine Übernachtung mit Frühstück für 26 Euro zu haben ist, logieren momentan überwiegend Monteure.

Weitere 25 Asylbewerber sollen in dem 700 Einwohner zählenden Dorf Wehmingen im Wehminger Hof untergebracht werden. Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke wird die beiden Konzepte zur Flüchtlingsunterbringung in Einwohnerversammlungen erläutern - am Dienstag, 1. Dezember, um 19 Uhr im Schulhaus Wehmingen sowie am Donnerstag, 3. Dezember, um 18.30 Uhr im Schützenheim Höver. Dabei ist auch eine Übersicht über die allgemeine Flüchtlingssituation und das Sehnder Flüchtlingsnetzwerk ENAS geplant.

Heinrich Heineke (CDU) aus Wehmingen rechnet in seinem Ort mit einem „großen Interesse der Einwohner“. Er begrüßt, dass dabei „alle zusammen aufgeklärt“ und von der Stadtverwaltung Fragen der Bürger beantwortet werden. Auch SPD-Fraktionschef Olaf Kruse, der selbst in Wehmingen lebt, lobt das offene Vorgehen der Stadtverwaltung beim Thema Flüchtlinge: „Ziel ist es, mit solchen Veranstaltungen Ängste und Vorurteile zu beseitigen.“

Patricia Oswald-Kipper

Stadt verteilt Begrüßungsmappe

Alle Flüchtlinge erhalten von der Stadt jetzt eine sogenannte Begrüßungsmappe. Darin enthalten sind in mehreren Sprachen unter anderem ein Stadtplan, eine Übersicht über Ansprechpartner und Öffnungszeiten des Migrationsdienstes, des Sehnder Rathauses, der Tafel und der Kleiderkammer. Zudem gibt es eine Anleitung, welche Formalitäten die Asylbewerber an welcher Stelle erledigen können. Und die Begrüßungsmappe enthält Fahrpläne der S-Bahnen nach Hannover und nach Hildesheim sowie Pläne der Sehnder Buslinien. Weiterhin liegt eine Liste mit Ärzten vor Ort und Fachärzten der Mappe bei. Auch Fragen des alltäglichen Lebens wie die Mülltrennung werden in dem Heft beantwortet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6so9i8dwhrm1kxjcx11q
Einbrecher wüten im Bonhoefferhaus

Fotostrecke Sehnde: Einbrecher wüten im Bonhoefferhaus