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Klinik nimmt bis zu 100 Flüchtlinge auf

Ilten Klinik nimmt bis zu 100 Flüchtlinge auf

Als erste private Klinik in Niedersachsen nimmt das Klinikum Wahrendorff in Ilten Flüchtlinge auf. Am Dienstag sollen die ersten Asylsuchenden ankommen. Platz ist für bis zu 100 Personen.

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In Reih und Glied: Im Dorffgemeinschaftshaus Köthenwald sind Feldbetten für bis zu 100 Flüchtlinge aufgestellt worden.

Quelle: Michael Schütz

Sehnde. Erstmals öffnet ein privater Betreiber einer Klinik seine Pforten für Flüchtlinge - noch dazu als psychiatrisches und psychotherapeutisches Fachkrankenhaus. Das hat das niedersächsische Innenministerium bestätigt. Wie viele Asylsuchende es genau werden und aus welchen Herkunftsländern sie kommen, wird erst am Dienstag nach der Registrierung bekannt gegeben.

Fest steht bislang nur, dass die Ankömmlinge im Dorffgemeinschaftshaus Köthenwald und einem Nebengebäude untergebracht werden. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Feuerwehr und Mitarbeiter des Klinikums haben dort schon Feldbetten für bis zu 100 Flüchtlinge aufgestellt. Auch eine Nachtwache sei bereits organisiert, sagt Pressereferentin Andrea Hoffmann.

Die Betreuung werde zunächst vom ASB und der Klinik übernommen. Wie alles genau organisiert werde, müsse sich wegen des kurzen Vorlaufs noch einspielen. Das Angebot war erst in der vergangenen Woche unterbreitet worden. Die Mitarbeiter seien auf den „großen Besuch“, wie er hausintern genannt wird, bereits eingestellt. Viele hätten schon nachgefragt, wie sie helfen könnten.

Das Dorffgemeinschaftshaus Köthenwald als Veranstaltungsort fällt damit erst einmal auf unbestimmte Zeit weg. Es dient sonst für Kulturveranstaltungen, als Kino, für Gottesdienste und Symposien. Ein Symposium sei bereits in den April nächsten Jahres verschoben worden. „Auch alle anderen Großveranstaltungen werden verlegt“, sagt Hoffmann.

Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse hat die Nachricht erst am Montag von dieser Zeitung erfahren: „Das ist mir neu, an mich ist keiner herangetreten.“ Zurzeit gebe es im 5200-Einwohner-Ort Ilten rund 50 Flüchtlinge, mit denen es keine Schwierigkeiten gebe. Weil das Dorffgemeinschaftshaus von Wahrendorff ein interner Veranstaltungsort sei, hätten Iltener Vereine keine Nachteile. Ob der Ort die Zahl verkrafte, müsse sich zeigen.

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