Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Aufregung in Bilm: Kommt B-65-Umgehung doch?

Sehnde Aufregung in Bilm: Kommt B-65-Umgehung doch?

Etliche Bürger, aber auch Ortsratsmitglieder und Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke fürchten, dass die von der Stadt abgelehnte Umgehung Iltens im Zuge der Bundesstraße 65 doch gebaut werden könnte. Auslöser der Ängste sind Äußerungen der Staatssekretärin im niedersächsischen Verkehrsministerium.

Voriger Artikel
Bernd Ostermeyer bleibt Ortsbürgermeister
Nächster Artikel
Beim Weihnachtsmarkt den Kirchturm besteigen

In Ilten sind die meisten Einwohner gegen eine Ortsumgehung als Entlastung für die A2.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Bilm. Der Ausbau der B 65 inklusive Ortsumgehungen zwischen Hannover und Peine war in den westlichen Sehnder Ortsteilen auf einhellige Ablehnung gestoßen. in den östlichen Ortsteilen gab es dagegen auch Befürworter, die nach dem mit großer Mehrheit gefassten ablehnenden Beschluss des Rates auf verschiedenen Ebenen aktiv geworden sind. Sie stellten Plakate auf, sprachen aber auch Landes- und Bundespolitiker an.

Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) ist der Abschnitt im Osten Sehndes in den vordringlichen Bedarf eingeordnet, die Iltener Umgehung in die Kategorie "weiterer Bedarf mit Planungsrecht". In einem Gespräch mit der Sehnder SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann und einigen Rethmarer SPD-Kommunalpolitikern hatte die Staatssekretärin Daniela Behrens nun angekündigt, das Ministerium wolle zu Beginn der Planungen Ende 2018 oder Anfang 2019 eine öffentliche Konferenz einberufen. Dabei solle die Ortsumgehung Ilten "gleich mit- und nicht erst als zweite Tranche angepackt werden, da es mehr Sinn macht, die gesamte Strecke mit allen Bauvorhaben in den Fokus zu rücken".

Das veranlasste einen Besucher der Bilmer Ortsratssitzung am Dienstagabend dazu, von einem "Skandal" zu sprechen. Die Stadt habe einen klaren Beschluss gefasst, doch versuchten offenbar "einige aus Rethmar dagegen mit Lobbyarbeit" vorzugehen. "Dagegen müssten Sie doch Sturm laufen", forderte er Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (CDU) auf.

"Wenn gemeinsam geplant und Bedarf festgestellt wird, wird auch gemeinsam gebaut", räumte Lehrke ein, betonte aber, dass dies "meine subjektive Einschätzung" und keineswegs eine offizielle Stellungnahme des Bürgermeisters sei. Er habe zunächst einmal die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth (CDU) angeschrieben, um zu erfahren, was "weiterer Bedarf mit Planungsrecht" bedeute. Eine Antwort stehe jedoch noch aus.

Das beruhigte die Zuhörer jedoch nur wenig. "Wir müssen fragen, was wir dagegen tun sollten", meinte einer von ihnen. Konkrete Vorschläge für öffentliche Aktionen oder politische Aktivitäten blieben aber aus.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sm82k9a5gp1kboi3cj1
Barockkirche birgt einen Schatz

Fotostrecke Sehnde: Barockkirche birgt einen Schatz