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Viele Klagen über ungepflegten Friedhof

Sehnde Viele Klagen über ungepflegten Friedhof

Seit der Minijobber erkrankt ist und er den Friedhof in Evern nicht mehr pflegen kann, nehmen die Klagen über den schlimmen Zustand der Anlage zu - sowohl von Bürgern als auch vom Ortsrat. Weil zudem die Wege von der Wasserentnahmestelle zu den Gräbern zu weit seien, soll diese neben die Eingangspforte verlegt werden.

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Grabpflege heißt für Regina Musial auch gleich Wegepflege: Die 74-Jährige kratzt auf dem Friedhof Evern das Unkraut aus dem Kies, damit es nicht ins Grab wächst.

Quelle: Oliver Kühn

Evern. Viele Wege seien voller Unkraut, das Gras im Nordteil wachse hoch, Hecken und Bäume wucherten - für die stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Dolgen-Evern-Haimar Roswita Horn (SPD) ist dieser Zustand auf dem städtischen Friedhof in Evern nicht haltbar: "Die Wege sind uneben und damit für ältere Einwohner, besonders mit Rollator, nicht gefahrlos zu begehen", urteilt Horn. "Da hat die Kommune eine Sicherungspflicht."

Auf der nördlichen Seite sollte zudem zwischen den Gräbern und der Rasenfläche ein breiterer Streifen gemäht werden, damit die Grabpflege erleichtet werde. Friedhöfe seien in kleinen Dörfern ein Ort der Besinnung, des Gedenkens und der Kommunikation. "Das sollte bei der Pflege berücksichtigt werden", meint Horn.

Grabpflege - das heißt für Regina Musial auch gleich Wegepflege. Dort kratzt die 74-Jährige gerade das Unkraut weg, damit es nicht ins Grab wächst: "Wenn man sich nicht selbst kümmert, überwuchert alles." Vorher, als der Minijobber noch den Friedhof gepflegt habe, sei alles super gewesen.

Dass große Flächen auf den Friedhöfen sich selbst überlassen blieben, sei aber nach der im vergangenen Jahr verabschiedeten neuen Friedhofssatzung so gewollt, um die Kosten zu reduzieren, sagt Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich (CDU). Denn die Unterhaltung der drei Friedhöfe im Bereich des Ortsrats Dolgen-Evern-Haimar, die auch alle über eine Kapelle verfügen, sei teuer.

Inzwischen hat Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke angekündigt, dass der Bauhof die Pflege in Evern bis auf Weiteres übernehmen wird. Lehrke betonte aber, dass wegen des derzeitigen großen Wachstumsschubs der Natur nicht alle Arbeiten sofort erledigt werden könnten.

Einig ist sich der Ortsrat, dass die Wasserentnahmestelle auf der Südseite des Friedhofes zu weit von den Gräbern entfernt ist. So seien die Angehörigen gezwungen, die vollen Gießkannen über längere Strecken und die unebenen Wege zu tragen. Die Wasserstelle soll deshalb neben die Eingangspforte des Friedhofs verlegt werden.

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Von Oliver Kühn

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