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Vollblutmusiker zieht Publikum in den Bann

Sehnde Vollblutmusiker zieht Publikum in den Bann

Er machte Luftsprünge, tanzte Walzer und warf Kusshände ins Publikum. Jimmy Kelly war kaum zu bändigen bei seiner Show im Gutshof Rethmar. Mit seinem zerknautschten Zylinder als einziges, auffälliges Attribut, plauderte er geradeheraus, frei von der Leber weg und vor allem frei von blonden Locken.

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Mit Zylinder und starker Stimme - Jimmy Kelly zog das Publikum im Gutshof Rethmar in seinen Bann.

Quelle: Susanne Hanke

Rethmar. So produzierte sich das ehemalige Mitglied der legendären Folkband „The Kelly Familiy“ auf der Bühne. In jedem seiner Songs steckte der rauhbeinige Charme seiner Stimme mit einer gehörigen Portion Leidenschaft und Herzblut.

Mitgebracht hatte er seine Streetkids - geniale Straßenmusiker mit Akkordeon, Kontrabass, Gitarre und Violine, die für ein sehr lebendiges Musikerlebnis sorgten. „Das Gold liegt auf der Straße“, lautete sein Credo und das er diese Erfahrung hautnah, selbst als Straßenmusiker erlebt hat, spiegelte sich in seinen Geschichten, die er freizügig verteilte.

Auch die biografische Auseinandersetzung mit seiner Familie gehörte dazu. So widmete er den Song „Dance“ seinem verstorbenen Vater. Er habe ihn geliebt und gehasst, bekannte er. „Denn stellt euch vor, euer Papa trägt ein Kleid und geht damit zur Arbeit“, wandte er sich an das Publikum. Das ließ er an diesem Abend mitlachen und mitfühlen.

Er diskutierte über Gänsehaut, die für ihn aber eher etwas mit Hühnern zu tun hatte und brachte dem Publikum das rhythmische Klatschen bei. In jedem Fall gelang es ihm und seiner Band, die Gäste in Bewegung zu halten. Es wurde geklatscht, getanzt, gelacht aber es gab auch stille Momente, die Kelly mit seiner einzigartigen Stimme und seinem intensiven Ausdruck füllte. Wunderschöne Solomomente der einzelnen Musiker trafen den Nerv und es wurde bereits im Vorfeld mitgesungen. Von spanischer Melancholie, tanzbaren Folkrythmen und wehmütigen Chansons gelang eine einzigartige Mischung, die den charismatischen Charakter der expressiven Straßenmusik auf die Bühne trug.

Besonders berührend widmete Kelly das Lied „We got Love“ einer alleinerziehenden Mutter, die sich mit aller Kraft um ihr krankes Kind kümmert. Das sei Liebe, die weh tue, denn die Frauen würden ihre Träume abgeben, um für die Kinder da zu sein.

Zum Schluss des Konzertes aber bekannte er freimütig, jetzt habe er sich ausgetobt und bedankte sich beim Publikum für diese Art von Therapie.

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Von susanne Hanke

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