Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
KSG plant Haus mit zehn Wohnungen

Sehnde KSG plant Haus mit zehn Wohnungen

Auf einem Grundstück an der Elbinger Straße soll ein Flüchtlingswohnheim entstehen. Die KSG plant dort ein Gebäude mit zehn Wohnungen für etwa 45 Menschen. Baubeginn soll spätestens im nächsten Frühjahr sein.

Voriger Artikel
Mika geht auf spannende Zeitreisen
Nächster Artikel
Wohnungsbau direkt am Bahnhof

Die KSG, ein Wohnungsbauunternehmen in öffentlicher Hand, will auf dem freien Grundstück an der Elbinger Straße ein Wohnheim für Flüchtlinge bauen.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Sehnde. Auf dem rund 1600 Quadratmeter großen Grundstück an der Elbinger Straße ist ein zweieinhalbgeschossiges Gebäude mit zehn Wohnungen geplant - ausgestattet mit zwei bis fünf Zimmern. Auf der jetzigen Grünfläche hatte die KSG vor ein paar Jahren ein altes, baufälliges Haus abgerissen. „Eigentlich war an dieser Stelle ein Neubau mit Sozialwohnungen geplant“, sagt KSG-Sprecherin Aline Ilsen.

Das soll auch wieder möglich sein. Wenn die Flüchtlinge irgendwann den Wohnraum nicht mehr benötigen, will das Wohnungsbauunternehmen in öffentlicher Hand das Haus geringfügig umbauen und dort überwiegend kleine Zwei-Zimmer-Sozialwohnungen schaffen. Bis dahin wird die Stadt Sehnde das Gebäude aber mieten und dort ihre Flüchtlinge einquartieren.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke ist froh, dass sich die KSG in Sehnde engagiert. „Wir brauchen den Wohnraum dringend“, sagt Lehrke (siehe Kasten). Es sei ein Glücksfall, dass die KSG in Sehnde über ein eigenes Grundstück verfüge und somit zügig mit dem Vorhaben starten könne. Den Standort hält er für gut geeignet. „Die Unterkunft ist nicht so weit von der Innenstadt entfernt - das ist optimal.“

Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Neubau in einem Dreivierteljahr abgeschlossen sein und dann die ersten Flüchtlinge einziehen. Zunächst muss in Sehnde aber noch die Politik über das Vorhaben entscheiden. Lehrke geht angesichts der Dringlichkeit von einem zügigen Verfahren aus.

Die KSG rechnet nicht mit einem Baustart vor Anfang 2016. Falls Sehnde früher grünes Licht gebe, könnten auch im Herbst schon die Bagger rollen, meint Ilsen. Der Ball liege jetzt auf der Seite der Stadt.

Stadt sucht händeringend Mietwohnungen

Der Flüchtlingsstrom reißt auch in Sehnde nicht ab. Weil die zentralen Aufnahmelager des Landes voll sind, werden zurzeit 3000 Asylbewerber auf die Kommunen verteilt. Sehnde bekam dabei jüngst 25 Menschen zugewiesen – mehr als doppelt so viele wie anfangs angekündigt.

Sie stammen von der Elfenbeinküste, aus dem Sudan, aus dem Irak und vom Westbalkan. Noch gibt es in Sehnde genug Wohnraum. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke weiß aber nicht, wie viele Flüchtlinge noch kommen. „Allein bis September sind bisher weitere 59 Menschen angekündigt“, erklärt Lehrke. Dann werde es eng. Die Stadt Sehnde bringe Flüchtlinge zurzeit überwiegend dezentral in Wohnungen im gesamten Stadtgebiet unter. Es gibt aber auch zentrale Flüchtlingsunterkünfte wie das ehemalige Bundessortenamt, das gerade hergerichtet wird, und den Hubertushof. Darüber hinaus soll das Avacon-Gelände mit mehreren Gebäuden im nächsten Jahr Flüchtlingen als Unterkunft dienen.

Die Stadt sucht für die Asylbewerber händeringend Mietwohnungen. Interessierte Vermieter können sich an die Stadt Sehnde unter (05138) 7070 sowie per E-Mail an rathaus@sehnde.de wenden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sp7w1elrkm1nikapk4p
Buslinie 371 bindet jetzt Sehndes Norden an

Fotostrecke Sehnde: Buslinie 371 bindet jetzt Sehndes Norden an