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B-65-Umgehung für die Dörfer: Segen oder Fluch?

Der Kandidaten-Check B-65-Umgehung für die Dörfer: Segen oder Fluch?

Am 11. September wird der neue Rat gewählt. Dazu hat die Redaktion allen Parteien und Wählergemeinschaften, die für dieses Gremium mit mehr als einem Kandidaten antreten, Fragen zu Themen gestellt, die die Bürger beschäftigen. Teil 2: B-65-Umgehung für die Dörfer: Segen oder Fluch?

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Der Anzeiger fragt nach: B-65-Umgehung für die Dörfer: Segen oder Fluch?

Quelle: Symbolbild

Gisela Neuse, SPD: Sowohl als auch. Wer an der B 65 wohnt, wird eine Umgehungsstraße als Segen empfinden. Für unmittelbare Anlieger dieser Umgehungsstraße wäre sie wiederum ein Fluch. Sie zerschneidet Naherholungsbereiche und würde zum Beispiel für Bilm mehr Lärm bedeuten. Für „Gesamt-Sehnde“ sehen wir eine B 65-Umgehung eher negativ und haben uns daher in der SPD-Ratsfraktion mit großer Mehrheit dagegen ausgesprochen.

Bernd Ostermeyer, CDU: Wir lehnen die geplante Umgehung zwischen den Ortsteilen Ilten und Bilm ab, da sie mehr neue Probleme schafft als bestehende löst. Die östlichen Ortsteile Rethmar, Evern und Haimar brauchen eine Entlastung der Ortsdurchfahrten. Wir sind offen für eine Trassenführung, die das ermöglicht. Wir wollen aber keine Ersatzautobahn, die dicht an unseren Dörfern vorbeiführt. In jedem Fall muss die A 2 zwischen Lehrte und Braunschweig ausgebaut werden.

Manfred Lill, FDP: Grundsätzlich sehen wir den Ausbau von Infrastruktur positiv. Die voreilige Ablehnung der Umgehung ohne Diskussion mit den Anwohnern hat alle Planungsoptionen zunichte gemacht. Wichtig ist eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens und nicht nur eine Verlangsamung des Verkehrsflusses durch Ampeln, Bushaltestellen, Tempo 30. In Ilten müssen die Haltestellen eigene Haltebuchten erhalten und die Schaltung der Ampeln besser synchronisiert werden.

Fritz Willke, Linke: Eine Umgehungsstraße kann die Innenstadt und die Dörfer vom Verkehr etwas entlasten. Wichtiger wäre aber, dass die Region den öffentlichen Personennahverkehr und – in Zusammenarbeit mit der Stadt Sehnde – auch den Fahrradverkehr verbessert, damit insgesamt weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind.

Henning Frank, AfD: Mit einem Ausbau der B 65 zu einer Behelfsautobahn gemäß Bundesverkehrswegeplan holen wir uns noch mehr Verkehr heran. Dies ist für uns keine Lösung. An der Erweiterung der Autobahn 2 geht kein Weg vorbei. Der starke Durchgangsverkehr ist generell ein Problem – hier wollen wir gegensteuern. Wir setzen uns dafür ein, dass zusammen mit den betroffenen Bürgern möglichst zeitnah Lösungen entwickelt und umgesetzt werden.

Günter Pöser, Grüne: Wir haben großes Verständnis für die Sorgen der Anlieger der B 65. Eine Umgehungsstraße würde das Problem aber nur verlagern und noch mehr Verkehr produzieren. Es müssen Sofortmaßnahmen zur Beruhigung der vorhandenen Straße durchgeführt werden.

Von der Redaktion

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