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Sehnde plant viele Baugebiete: Übernimmt sich die Stadt damit?

Der Kandidaten-Check Sehnde plant viele Baugebiete: Übernimmt sich die Stadt damit?

Am 11. September steht die Kommunalwahl an. Der Anzeiger fragt bei Parteien und Wählergemeinschaften, welche Positionen sie für Sehnde vertreten: Übernimmt sich die Stadt mit der Planung neuer Baugebiete?

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Sehnde plant viele Baugebiete: Übernimmt sich die Stadt damit?

Quelle: Symbolbild

Wolfgang Toboldt, SPD: Nein. Im Rahmen des Sehnder Dialogs wurde ein Zuwachs von nicht mehr als 100 Einwohnern pro Jahr ermittelt. In dieser von den Bürgerinnen und Bürgern gewünschten Größenordnung wollen wir uns bewegen. Wir müssen Grundstücke für junge Familien und seniorengerechte Wohnungen für ältere Menschen anbieten, aber vor allem preiswerten Wohnraum für alle Altersgruppen schaffen.

Andreas Sennholz, CDU: Die Familienstadt Sehnde ist einer der attraktivsten Wohnstandorte der Region Hannover und sollte auch weiter wachsen. Die Bauleitplanung muss am Bedarf ausgerichtet und Baugebiete nur abschnittweise realisiert werden. Wichtig ist uns, dass auch in den Dörfern Eigenentwicklung möglich bleibt.

Günter Pöser, Grüne: Schon im Sehnder Dialog wurde deutlich, dass ein moderates Wachstum von zwei bis drei Prozent gewünscht ist. Wir müssen darauf achten, dass der bezahlbare Wohnraum nicht zu kurz kommt. Dass es ein Interesse am Wohnen im Grünen gibt, ist verständlich. Die Entwicklung muss die Belange der Umwelt berücksichtigen. Es muss gleichzeitig deutlich gesagt werden, dass die Entwicklung der Infrastruktur Geld kostet.

Thomas Vögel, FDP: Organisches Wachstum ist sinnvoll. Außerdem wird mehr preiswerter Wohnraum benötigt. Dabei ist sicherzustellen, dass die Infrastruktur mit Kindergärten, Arbeitsplätzen, zukunftsorientierter Internetanbindung, Nahversorgung und Verkehrsanbindung mit wächst. Die Baugebietsentwicklung soll daher maßvoll und nicht überhastet geschehen. Auch die kleineren Ortsteile dürfen nicht abgehängt werden. Es bedarf eines langfristigen Siedlungskonzeptes.

Fritz Wilke, Linke: Ja. Die Ausweisung neuer Baugebiete setzt lediglich einmalige Impulse und verursacht hohe Folgekosten (Straßenbau, neue Buslinien). Viel sinnvoller ist es, die bestehende Infrastruktur zu erhalten und im Bestand Wohnbebauung zu verdichten, etwa durch Aufstockung, Hinterbebauung oder Baulücken. Neue Einfamilienhaussiedlungen fernab der Dorf- und Stadtzentren sind der falsche Weg.

Wolfgang Ostermeyer, AfD: Die Weichen für große Baugebiete im Raum Rethmar wurden gestellt, nun müssen die optimistischen Planungen umgesetzt werden. Dieses sind große finanzielle und infrastrukturelle Herausforderungen. Beim aktuell niedrigen Zinssatz und aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Jahre kann dies gelingen. Die Entwicklung der kleineren Orte darf dabei aber nicht vergessen werden. Hier muss mehr gemacht werden.

Von der Redaktion

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