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Lange will Polizeidienst für Realschüler öffnen

Sehnde Lange will Polizeidienst für Realschüler öffnen

Die Kandidatin der Freien Wähler Niedersachsen ist erst im vergangenen Jahr nach der Kommunalwahl offiziell in der Politik in Erscheinung getreten. Da wurde Beate Lange von einem Dreierbündnis gleich zur stellvertretenden Bürgermeisterin von Immensen gewählt – doch nun will sie ganz hoch hinaus.

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Beate Julitta Lange aus Immensen tritt für die Freien Wähler Niedersachsen an.

Quelle: privat

Sehnde. Und das, obwohl sie auf keiner Landesliste steht und ihre Wahlchancen eher begrenzt sind. „In den Bundestag zu kommen ist vielleicht utopisch, doch wenn man etwas erreichen will, muss man sich auch zur Verfügung stellen“, sagt die 59-Jährige. Aber auch ein weiterer Aspekt ist ihr wichtig: „Jede Stimme, die ich der AfD abluchsen kann, ist ein Gewinn.“

Daraus ergibt sich auch eine grundsätzliche politische Haltung. Die Menschen sollten überhaupt fair und respektvoll miteinander umgehen – und zwar in allen Lebenslagen. „Ich bin Spätaussiedlerin und das beste Beispiel für Integration“, sagt Lange über sich selbst. „Es geht, wenn man es möchte.“ Viele nähmen alles als selbstverständlich hin. Andererseits bekomme man wenig Unterstützung bei der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft. „Die Integration muss deshalb konsequent und unkompliziert organisiert werden“, fordert die Kandidatin.

Aber auch konkrete Vorstellungen stehen auf Langes Agenda. Dringend sei eine Reform des Pflege- und Gesundheitsgesetzes, meint die 59-Jährige, die auch Mitglied im Gesundheitsausschuss ihrer Partei ist. „Sonst ist das bald für die Menschen nicht mehr zu bezahlen.“ Weiterhin fehle es an sozialem Wohnraum, was auch in Immensen der Fall sei. In so einem kleinen Ort sollten alle zusammen anpacken und nicht in Parteipolitik verharren. „Wenn die Mieten weiterhin so steigen, müssen junge Leute wieder zu ihren Eltern zurückziehen.“ Wichtig ist Lange eine „Zukunft durch Bildung“. Um Chancengleichheit zu haben, müsse dies Bundessache werden.

Das packe ich in meinen Koffer für Berlin

Polizei: Es gibt zu wenig Polizei. Um mehr Nachwuchs zu bekommen, müssen auch Bewerber mit Realschulabschluss in den mittleren Dienst können. Zurzeit ist das für junge Menschen sehr unattraktiv.

Gesundheitsreform: Wir brauchen wieder eine bezahlbare Kranken- und Pflegeversicherung.

Erneuerbare Energien: Die Förderung von Fotovoltaik auf Dächern wäre sinnvoll, um die Elektromobilität voranzutreiben. Wir müssen sorgfältig mit Flächenverbrauch umgehen.

Bildung: Das muss aus Gründen der Chancengleichheit Chefsache werden und damit Sache des Bundes.

Telefon- und Adressbuch: Um den Kontakt mit der Familie und Freunden aufrechtzuerhalten.

Von Oliver Kühn

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