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Kiebitz arbeitet ohne Pestizide und Gentechnik

Rethmar/Sehnde Kiebitz arbeitet ohne Pestizide und Gentechnik

Dank des deutschlandweiten Biobooms ist Sehndes einziger Biobetrieb in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen.

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Kiebitz-Chefin Antje Wilke-Rampenthal schaut in der Plantage nach den Äpfeln der Sorte Jona Gorett.

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. Als Antje Wilke-Rampenthal und Franz Sautmann sich vor 25 Jahren in Rethmar mit ihrer Biogärtnerei Kiebitz selbstständig gemacht haben, steckte der kontrollierte biologische Obst- und Gemüseanbau noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile bewirtschaftet Kiebitz insgesamt 24 Hektar, 14 davon mit Freilandgemüseanbau und 3,5 Hektar mit Obstanbau. Angebaut wird auf den Feldern zwischen Rethmar, Evern und Lehrte sowie in Gewächshäusern.

Es gibt zehn verschiedene Obstsorten und 50 verschiedene Gemüsearten, das Spektrum reicht von A wie Artischocken bis Z wie Zuckererbsen. „Unsere Stärke ist die Vielfalt, wir haben allein 14 verschiedene Tomatensorten“, sagt Kiebitz-Chefin Antje Wilke-Rampenthal.

Am Anfang war das Sortiment allerdings viel kleiner. „Wir haben zuerst nur eigene Radieschen verkauft“, sagt Wilke-Rampenthal. Als Transportmittel diente anfangs ein ehemaliger Krankenwagen. „Da haben wir den Marktstand im Dachgepäckträger obendrauf geschnallt“, sagt die Chefin.

Sie und ihr Lebensgefährte sind gelernte Ackerbauern und kommen eigentlich aus der konventionellen Landwirtschaft. Sich in diesem Bereich selbstständig zu machen, kam aber nie infrage. „Die Belastung der Umwelt, die Auswirkungen der Spritzdüngemittel, die Abhängigkeit von Konzernen, wenn man für den Markt produziert - Gründe dagegen gibt es viele“, sagt Wilke-Rampenthal.

Bei Kiebitz werden stattdessen ausschließlich rein ökologische Lebensmittel ohne chemischen Dünger, Pestizide oder Gentechnik produziert. Der Biobetrieb ist seit jeher den strengen Richtlinien des Bioland-Anbauverbands verpflichtet. „Schädlinge und Krankheiten halten wir unter anderem durch Nützlinge im Zaum“, sagt die Chefin. Gegen Blattläuse setzt Kiebitz etwa Schlupfwespen ein.

Ihr Fachwissen für den ökologischen Anbau haben sich Wilke-Rampenthal und ihr Partner in einem Bioland-Betrieb am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg angeeignet. „Wir sind seinerzeit mit Gemüse gestartet, weil man da keine großen Maschinen benötigt. Unser Kapital waren unsere Hände“, sagt Wilke-Rampenthal.

Mittlerweile gibt es bei Kiebitz aber viele helfende Hände: Der Biobetrieb beschäftigt unter anderem acht Gärtner, vier Angestellte in der Vermarktung, zehn Verkäuferinnen im Laden, drei Azubis zum Gemüsegärtner und diverse Aushilfskräfte.

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