Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Kinder erforschen den Wind

Sehnde Kinder erforschen den Wind

Wo kommt eigentlich der Wind her? Dieses alltägliche Phänomen, ist etwas, worüber man sich keine Gedanken macht - es sei denn, man nimmt am Ferienpass der Stadt Sehnde teil. 16 Kinder sind in Müllingen zum Smarties-Windrad gelaufen und haben dort den Wind erforscht.

Voriger Artikel
Mangels Qualität: Nur eine Auszubildende
Nächster Artikel
Ferienpass: Stadt zieht positives Fazit

Ein schwacher Strom sorgt für Kribbeln auf der Nase.

Quelle: Michael Schütz

Müllingen. Als Forschungsleiterin fungierte Umweltpädagogin Verena Stahnke vom Büro für Naturetainment aus Hannover. Für die Kinder war sie die "Naturonautin Lili", die die Sechs- bis Zwölfjährigen von der Bushaltestelle in Müllingen in die Feldmark zu Martina führte. Auf diesen Namen ist das Windrad mit den auffälligen Leuchtfeldern getauft.

Auf dem Weg dorthin ging Stahnke gleich in die Vollen, denn es galt für die Jungforscher herauszufinden, wo der Wind stärker ist - am Boden oder in der Luft. "Je höher man kommt, desto stärker ist der Wind", erklärte sie, als ihre Begleiter Flatterbänder in die Luft gehalten hielten. Oben gebe es weniger Dinge, die den Wind aufhalten könnten.

Die Ferienpass-Aktion soll nicht nur die Zeit der Kinder sinnvoll vertreiben. Gleichzeitig soll bei ihnen ein Bewusstsein für erneuerbare Energien geweckt und gestärkt werden, sagte Christiane Dietrich von der Klimaschutzagentur der Region, die die Aktion anbietet. "Wir wollen zeigen, warum es so wichtig ist, bei den Themen Energie und Klimawandel am Ball zu bleiben." Die Kinder seien immer sehr aufgeschlossen dafür. "Und wir hoffen natürlich, dass ihre Begeisterung auch in die Familien und zu den Erwachsenen durchdringt."

Bei Lilly aus Sehnde scheinen auch die Eltern für das Thema sensibilisiert zu sein. "Mein Papa achtet immer darauf, dass wir das Licht ausmachen", meinte die Elfjährige. "Es gibt schon genug Kraftwerke, die die Umwelt verschmutzen." Durch den direkten Kontakt mit Windrädern bekämen die Kinder ein positives Bild von erneuerbarer Energie, freut sich auch Umweltpädagogin Stahnke.

In mehreren Experimenten fanden die Teilnehmer heraus, wie sich Wind verteilt, welche Maße ein Windrad hat und wie viele Menschen es im Jahr versorgt. Den erzeugten Strom konnten sie sogar selbst spüren, als sie einen Schwachstromkreis bildeten und über Finger oder Nase des Nachbarn den kitzelnden Kontakt herstellten.

doc6vn5uzeuibn1li30snix

Fotostrecke Sehnde: Kinder erforschen den Wind

Zur Bildergalerie

Von Michael Schütz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x6kowb8wnn18mh0zdjp
Die Skepsis über das Assewasser wächst

Fotostrecke Sehnde: Die Skepsis über das Assewasser wächst