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Ferienkinder finden Wildschweinspuren

Sehnde Ferienkinder finden Wildschweinspuren

Ab in die Natur ging es für 41 Jungen und Mädchen am Sonntagmorgen. Als Feriencardaktion hatte der Hegering des Großen Freien zu einer Rallye durch den Wald beim Vorwerk Neuloh nördlich von Rethmar eingeladen. Die Jäger zeigten den Kindern Tiere, ließen sie Material ertasten oder ins Jagdhorn blasen.

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Nicht die Backen aufblasen: Fritz Unger (rechts) und Heiner Meyer bringen den Kindern erste Töne auf dem Jagdhorn bei.

Quelle: Michael Schütz

Vorwerk Neuloh. Wer an einen Wald denkt, stellt sich idyllische Ruhe, Blätterrauschen und Vogelgezwitscher vor. Am Sonntagmorgen waren aber ganz andere Geräusche in den Waldstück am Vorwerk Neuloh zu hören. Nicht selten hörte man das nicht immer ganz tonreine Tuten eines Jagdhorns aus der Ferne oder gar einen spitzen Mädchenschrei. Letzteres kam etwa von der neunjährigen Maja. Sie nahm an der Naturrallye des Hegerings teil und musste sich an der Station von Sabine de Wall und Christiane Kleffmann tüchtig am Riemen reißen. Die beiden Jägerinnen hatten eine Fühlstation aufgebaut, in der auch Thekla lauerte. So nannten sie die - natürlich nicht echte - Vogelspinne, die die Kinder ertasten mussten. Aber es lauerten auch ganz ungefährliche Dinge wie Schaffell oder eine Birkenrinde in dem Kasten. "Ohne das Sehen kann man viel besser fühlen", teilte de Wall den Kindern mit.

Für den Hegering ist die Feriencardaktion ein Beitrag, Kindern die Natur näher zu bringen. "Heute daddeln sie ja viel am Computer und wissen wenig davon, was draußen los ist", sagte Hegering-Leiter Hartmut Scholz. Außerdem sei es eine Veranstaltung, um das Ansehen der Jäger zu verbessern, sagte der Lehrter. "Wir haben in den vergangenen Jahren zu wenig Öffentlichkeitsarbeit gemacht." Schließlich seien die Jäger dafür da, dass beispielsweise die Wildschweine nicht überhand nähmen.

Das meinte auch Tim Borchers. Der Lehrter hatte seinen Sohn Mika und dessen Freund Aaron nach Neuloh gebracht. "Die Wildschweine können sonst zur Plage werden." Die beiden Kinder seien sogar freiwillig mitgekommen, sagte Borchers. "Sie waren im letzten Jahr dabei und es hat ihnen gefallen." Und so konnten die beiden in ihrer Gruppe Wildschweinspuren selbst herstellen, Tiere mit einem Fernglas erkennen oder ein paar Töne auf einem Jagdhorn blasen. Gerade das Musikalische schien dieses Mal gut zu laufen. "Ich bin erstaunt, wie gut die Kinder sind", meinte Jagdhornbläser Fritz Unger. "Besser als im Vorjahr."

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Von Michael Schütz

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