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Kitagebühren steigen in zwei Schritten

Sehnde Kitagebühren steigen in zwei Schritten

Wegen des Haushaltsdefizits steigen die Kitagebühren in Sehnde ab nächstem Jahr. Sie werden in zwei Schritten über zwei Jahre um 10 Prozent angehoben. Die ersten 5 Prozent kommen im Jahr 2017 auf die Eltern zu. 2018 werden die Gebühren um weitere 5 Prozent erhöht.

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Leiter Hans-Joachim Meier sieht sich in der Kita Huckmuck mit den Kindern ein Bilderbuch an.

Quelle: Eggers

Sehnde. Mit knapp 2,5 Millionen Euro fällt das Defizit im Haushalt der Stadt für dieses Jahr beträchtlich aus. Deswegen hatte der Rat im Dezember beschlossen, ein sogenanntes Haushaltssicherungskonzept aufzulegen. Ein Punkt darin betrifft auch die Gebühren in Kindertagesstätten, Krippen und Horten in Sehnde. In zwei Schritten über zwei Jahre sollen die Gebühren insgesamt um 10 Prozent ansteigen.

Die ersten 5 Prozent kommen im Jahr 2017 auf die Eltern zu. 2018 werden die Gebühren um weitere 5 Prozent erhöht. Eines macht Katharina Fischer vom Fachdienst Kindertagesstätten und Jugend allerdings deutlich: „In diesem Jahr gibt es noch keine Änderung.“ Der erwartete Mehrertrag von 40.000 Euro für 2017 und 41.000 Euro ab 2018 werde in die Haushaltssicherung einfließen, erklärt Fischer.

Trotzdem erwarte sie keinen großen Unmut unter den Eltern. „Ein großer Anteil wird damit rechnen“, vermutet sie. Schließlich habe es im vergangenen Jahr eine Tariferhöhung bei den Erziehern gegeben. Letztendlich könne man die Reaktionen aber nicht vorausahnen: „Ich lasse mich überraschen.“

Die Gebührenerhöhung gilt im Übrigen nicht allein für die städtischen Einrichtungen. Fischer macht deutlich, dass auch die Kitas und Krippen in freier Trägerschaft die Entgelte anheben werden. Das sei schon ein Gebot der Gleichbehandlung.

Insgesamt stehen den Sehnder Eltern 17 Kindertagesstätten mit zurzeit 950 Plätzen zur Verfügung. Dazu kommen noch 163 Krippen- und 92 Hortplätze. Wegen der steigenden Kinderzahlen in der Stadt werde dieses Angebot jährlich erhöht, sagte Fischer. „20 Plätze sind es eigentlich immer.“ 2015 seien es sogar 40 zusätzliche Plätze gewesen.

Zusätzlichen Bedarf kann es durch die Zahl der Flüchtlinge geben. „Das können wir aber noch nicht absehen“, erklärt Fischer. Man wisse erst kurzfristig, wie viele kindergartenpflichtige Kinder darunter seien. Klar sei aber, dass es keine eigenen Gruppen für die Flüchtlingskinder geben werde. Die Integration und das Erlernen der deutschen Sprache funktionieren in den Regelgruppen besser.

Die monatlichen Mehrkosten

Insgesamt müssen die Eltern einen zusätzlichen monatlichen Betrag im „unteren zweistelligen Bereich“ für die Betreuung ihres Nachwuchses ausgeben, wenn die beiden Stufen der Gebührenanhebung in Kraft sind. Im nächsten Jahr betragen die Mehrkosten beispielsweise für die fünfstündige Betreuung 7,38 Euro monatlich. Im Jahr 2018 wird die Gebühr um weitere 7,74 Euro angehoben, sodass dann insgesamt gut 15 Euro mehr im Monat zu Buche schlagen. Wer die Kita neun Stunden in Anspruch nimmt, zahlt insgesamt 24 Euro mehr. Auch alle anderen Gebühren erhöhen sich entsprechend, etwa für den Früh- oder Spätdienst um zusammen 1,28 Euro monatlich. Eine sechsstündige Betreuung in der Krippe erhöht sich um zusammen gut 23 Euro. Die Hortgebühren steigen um insgesamt gut 12 Euro (bis 16 Uhr) und 16,40 Euro (bis 17 Uhr).

von Michael Schütz

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