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Klinikum Wahrendorff dreht ein großes Rad

Sehnde Klinikum Wahrendorff dreht ein großes Rad

Das Klinikum Wahrendorff dreht ein ganz großes Rad: In Köthenwald will es für 65 Millionen Euro ein neues Krankenhaus errichten. Auf elf Stationen und eine Tagesklinik verteilt, können dort fast 300 Patienten behandelt werden. Dafür werden im Gegenzug mehrere Stationen in Ilten geschlossen.

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Verteilt auf drei Gebäude sollen in Köthenwald elf Stationen für fast 300 Patienten und ein großer Therapiebereich entstehen.

Quelle: Wahrendorff

Ilten/Köthenwald. Die Pläne sind schon weit fortgeschritten. Eine Baugenehmigung liegt laut Klinikums-Geschäftsführer Rainer Brase bereits vor. Aber bisher war die Finanzierung nicht gesichert. Doch jetzt hat der Krankenhausplanungsausschuss des Landtags nach Angaben der Sehnder Abgeordneten Silke Lesemann grünes Licht für einen Zuschuss von 48 Millionen Euro gegeben. Er habe einer Zusammenlegung von bisher dezentral untergebrachten Fachabteilungen zugestimmt.

„Das ist großartig“, freute sich Brase, als ihm Lesemann (SPD) nach einem Gespräch mit der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt die Nachricht überbrachte. Allerdings muss der Landtag noch endgültig über die Verwendung des mit 650 Millionen Euro von Land und Kommunen ausstaffierten Sondervermögen für Krankenhausinvestitionen beschließen. Das soll mit der Verabschiedung des Haushalts für das kommende Jahr im Dezember geschehen.

Wenn es dabei keine Verzögerungen gebe, könne im Sommer oder spätestens im Herbst 2017 mit dem Bau begonnen werden. Wenn der Zuschuss auch formal gesichert sei, könnten sofort die Ausschreibungen erfolgen. Brase rechnet mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren.

Der neue Komplex umfasst neben den auf drei Gebäude verteilten Stationen einen großen Therapiebereich inklusive einer Sporthalle sowie einen Speisesaal. Außerdem gibt es eine Aufnahmestation. Die Patienten werden in Ein- oder Zweibettzimmern untergebracht „und gehen wie in einem Hotel zum Essen oder zur Therapie“, beschreibt Brase das Konzept.

Was mit den frei werdenden Gebäuden in Ilten passiert, sei noch nicht entschieden, sagt Brase. Eine Nachnutzung durch den Heimbereich sei ebenso denkbar wie der Einzug von Verwaltungsmitarbeitern.

Zusätzliches Personal werde für den Neubau zunächst nicht eingestellt, erklärt der Geschäftsführer. Die Mitarbeiter würden von Ilten nach Köthenwald wechseln. Sie seien inzwischen über die Pläne und den Stand des Verfahrens informiert worden.

Das Projekt sei „für eine gute Entwicklung des Klinikums sehr wichtig“, betont Lesemann. Deshalb habe sie den schon vor einigen Jahren gestellten Förderantrag des Unternehmens unterstützt.

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