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Rethmar: Ortsdurchfahrt wird 2017 saniert

Sehnde Rethmar: Ortsdurchfahrt wird 2017 saniert

Das ist für Rethmar die Nachricht des Jahres: Nach jahrzehntelangem Warten soll im nächsten Jahr die Ortsdurchfahrt (B 65) saniert werden. Das hat Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Hannover, bei einem Ortstermin angekündigt.

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Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr will die Ortsdurchfahrt in Rethmar (B 65) nächstes Jahr sanieren.

Quelle: Oliver Kühn

Rethmar. Voraussichtlich im Mai oder Juni 2017 könne es losgehen, sagte Fischer. Denn im nächsten Jahr seien keine großen Bauarbeiten auf der A 2 geplant. Während der Bauarbeiten würden Vollsperrungen der Ortsdurchfahrt unerlässlich, kündigte Fischer an: "Dafür sind wir auch schneller fertig."

"Darauf haben wir 30 Jahre gewartet", reagierte der sichtlich überraschte SPD-Ratsherr Edgar Bäkermann. Die Sozialdemokraten hatten Fischer nach Rethmar eingeladen, damit er sich selbst ein Bild machen konnte. Bäkermann hatte im Beisein von Bürgern nochmal das Szenario im Ort beschrieben: Den Lärm durch Lastwagen und die Blechlawinen, die sich nach einem Unfall auf der A 2 über die B 65 quälen. Anwohnerin Ute Thomas, die direkt an der Hauptstraße wohnt, klagte sogar über Risse an ihrem Haus.

Ob denn auch der Lärm und die Schadstoffentwicklung berücksichtigt werde, wollte Susanne Brandt-Kost wissen. Von Seiten der Landesbehörde gar nicht, musste sie hören. Eventuell sei eine Lärmsanierung des Bundes etwa mit Schallschutzfenstern möglich - doch dies sei freiwillig und aufwendig und der Topf immer schnell geleert.

Auf Nachfrage von Bürgern räumte Fischer ein, dass eine Verkehrsberuhigung nicht geplant sei. Flüsterasphalt etwa bringe erst etwas ab höheren Geschwindigkeiten. Und alleine ein Schild mit Tempo 30 während der Nachtzeiten von 22 bis 6 Uhr aufzustellen, so wie es die Stadt vorhat, reiche nicht. Das müsse überwacht werden - und dann werde es richtig teuer. Doch das sei nicht so einfach möglich, dazu müsse eine Gefährdung vorliegen. Zudem koste ein stationärer Blitzer zwischen 60.000 und 70.000 Euro, den die Stadt bezahlen müsste. "Fragen sie ihren Bürgermeister", riet Fischer.

 "An diesem Problem sind wir dran", sagte Bäkermann. Eventuell käme erst einmal der mobile Blitzer aus Wennigsen infrage. Der Ratsherr kündigte aber an, dass man die Frage nach einem stationären Blitzer in die Haushaltsplanberatungen aufnehmen wolle.

Von Oliver Kühn

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