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Stadt muss Buswendeschleife selbst bezahlen

Sehnde Stadt muss Buswendeschleife selbst bezahlen

Zum Fahrplanwechsel Ende des Jahres werden die Buslinien 371 und 372 zusammengelegt und erhalten eine neue Streckenführung. An der Gretenberger Straße muss daher eine Wendeschleife eingerichtet werden - doch die erhoffte Förderung der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) kommt nicht. Nun bleibt die Stadt auf den Kosten von rund 116.000 Euro sitzen.

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Für die Neuordnung der Regiobus-Linien muss die Stadt Sehnde eine Buswendeschleife bauen.

Quelle: Natalie Becker

Sehnde. Die Buswendeschleife im Bereich Gretenberger Straße (L 411) an der Kreuzung zur Kanalstraße soll die neue Linienführung in den Süden unterstützen. Dort soll der Bus wenden, wenn er nicht bis Klein Lobke fährt. Die LNVG hat das Konzept zwar in ihr Programm zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs aufgenommen - nicht aber die Wendeschleife. Eine reine Buswendeschleife sei kein "Fördertatbestand" und damit nicht zuwendungsfähig, heißt es.

Das kann Fachdienstleiter Godehard Kraft überhaupt nicht nachvollziehen: "Wir bauen diese Schleife doch nur wegen der neuen Linienführung." Ohne diese Anlage für Gelenkbusse funktioniere das ganze Konzept nicht. Damit muss die Stadt nun auf rund 87.000 Euro verzichten und die Gesamtkosten in Höhe von 116.600 Euro selbst stemmen. Der Ortsrat Sehnde und der Ausschuss für Stadtentwicklung haben der Maßnahme dennoch einmütig zugestimmt, weil der öffentliche Nahverkehr in Sehnde dadurch deutlich verbessert wird.

Die Buswendeschleife werde keine wesentlichen Auswirkungen auf den Lärmpegel in der Nachbarschaft haben, hat das Planungsbüro Lauterbach aus Hameln ermittelt. Zwischen 6 und 22 Uhr führe dort nach der Umstellung der Linienführung nur ein Bus pro Stunde, von 22 bis 6 Uhr sogar nur ein einziger. "Ein Anspruch auf Schutzmaßnahmen besteht demnach nicht", heißt es in dem Gutachten.

Von Oliver Kühn

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